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Während der Staat heuer mit 190 Mio. Euro aus der Flugabgabe rechnet, zeigte sich die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) erwartungsgemäß über das mögliche Aus erfreut. "Jetzt brauchen die Airlines zwei Antworten: Ab wann soll die Flugabgabe sinken und um wie viel? Beides zählt, wenn sie entscheiden, wo sie künftig ihre Flugzeuge einsetzen", meinte ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer am Mittwoch.
Umgekehrt sieht das der VCÖ und Parents For Future. Letztere forderten heute "keine weiteren Steuerprivilegien für den Flugverkehr". Immerhin würden 190 Millionen Euro an Budgeteinnahmen auf dem Spiel stehen. Während Öffi-Tickets teurer werden, soll Fliegen steuerlich weiter entlastet werden, schreiben sie in einer Aussendung.
Der VCÖ erinnerte am Mittwoch an die Mineralölsteuerbefreiung von Kerosin. Damit fördere Österreich den Flugverkehr mit mehr als fünf Milliarden Euro seit dem Jahr 2015. Solange es keine Kerosinsteuer gibt, ist die Flugabgabe nicht zu reduzieren, aber sie ist zu reformieren, betont die Mobilitätsorganisation. Der VCÖ fordert eine Differenzierung der Flugabgabe nach Distanz sowie nach Premium und Economy Class, so wie das in Großbritannien bereits der Fall ist.
"Angesichts der Klimakrise sollten wir heute darüber diskutieren, wie Kurzstreckenflüge verstärkt auf Bahn und Bus verlagert werden können, welche zusätzlichen Angebote es braucht und welche Anreize zu setzen sind, damit diese genutzt werden", betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Er rechnet vor: Rund vier von zehn Fluggästen des Flughafens Wien-Schwechat haben ein Flug-Endziel von weniger als 1.000 Kilometer.
