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"Die Zahlen sind ein starkes Signal für die Attraktivität des Reiselandes Deutschland", sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Reinhard Meyer. Sie dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Betriebe unter enormem Druck stünden. Steigende Kosten, Personalmangel und ein wachsender Investitionsstau belasteten die Branche erheblich. "Wer die aktuellen Rekordzahlen als Selbstläufer versteht, verkennt die Realität", sagte Meyer. Damit der Tourismus auch künftig ein Wachstumsmotor bleibe, brauche es politische Unterstützung – etwa durch mehr Investitionen in die touristische Infrastruktur, bessere Rahmenbedingungen für die Fachkräftegewinnung und eine stärkere Unterstützung der Kommunen. Letztere würden vielerorts die touristischen Angebote und Einrichtungen finanzieren.
Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg bis Ende Mai um 1,6 Prozent auf 146,3 Millionen. Bei den Gästen aus dem Ausland legte die Übernachtungszahl um 0,3 Prozent auf 28,7 Millionen zu. Zuletzt zeigte der Trend deutlich nach oben: In dem mit vielen Feiertagen gespickten Mai verbuchten die Beherbergungsbetriebe 49,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Mai 2025.
Der Deutsche Tourismusverband (DTV) vertritt als Dachverband die Interessen der kommunalen und regionalen Tourismusorganisationen in Deutschland. Die Branche beschäftigt nach seinen Angaben 2,7 Millionen Menschen und kommt auf eine Bruttowertschöpfung von 144 Milliarden Euro.
