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"Die Idee der Korridorsanierungen ist richtig", sagte der deutsche Verkehrsminister Steffen Bilger. "In der Vergangenheit hat die Umsetzung jedoch zu oft nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht." Künftig müsse der Bahnbetrieb nach Sanierungen spürbar verlässlicher und pünktlicher werden. "Dafür konzentrieren wir uns auf weniger Korridore, setzen klarere Vorgaben für die Digitalisierung und verlangen eine bessere Planung der Bauvorhaben sowie der Umleitungsverkehre für den Personen- und Güterverkehr", sagte der CDU-Politiker.
Bahn-Chefin Evelyn Palla erklärte, man habe aus den ersten Sanierungen gelernt. "Wir wollen die Sanierungen effizienter umsetzen und vor allem die Belastungen für unsere Kundinnen und Kunden während der Bauarbeiten so gering wie möglich halten."
Kern der neuen Strategie ist ein Fünf-Punkte-Plan. Dieser sieht unter anderem ein besseres Vorbereiten von Umleitungsstrecken und eine schrittweise Inbetriebnahme der sanierten Korridore vor. Zudem soll das europäische Zugsicherheitssystem ETCS zum neuen Standard werden. Bei jeder Sanierung soll die Technik künftig vorbereitet und ab Anfang der 2030er-Jahre direkt verbaut werden.
Die Sanierungen werden den Angaben zufolge nicht gestrichen, sondern nur zeitlich verschoben. Für 2027 sind nun die Arbeiten an den Strecken Lehrte-Berlin, Rosenheim-Salzburg und Fulda-Hanau geplant. 2029 etwa sollen unter anderem die wichtigen Verbindungen Hamburg-Hannover und Aachen-Köln folgen.
Trotz der Probleme bei der Umsetzung verteidigten Bahn und Regierung das Grundprinzip der Generalsanierungen. Auf der sanierten Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim etwa fahren den Angaben zufolge Züge nun 20 Prozent pünktlicher aus dem Abschnitt heraus, als sie hineinfahren. Auf der Strecke Nürnberg-Regensburg seien die Störungen durch die Infrastruktur seit Abschluss der Arbeiten um über 90 Prozent zurückgegangen.
