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"Zum ersten Mal seit sieben Jahren schreibt unser Eisenbahngeschäft unterm Strich wieder schwarze Zahlen", sagte die seit Oktober amtierende Bahnchefin Evelyn Palla und bezeichnete dies als Erfolg. "Auch wenn bei der Sanierung der Schiene nichts schnell geht, liefern wir jetzt Schritt für Schritt, was wir versprochen haben."
Für das Gesamtjahr hielt sie an der Prognose fest, dass das operative Ergebnis auf rund 600 (2025: 297) Mio. Euro klettert und der Umsatz auf etwa 28 (2025: 27) Mrd. Euro steigt. Von Jänner bis Juni lagen die Erlöse bei 13,6 Mrd. Euro und damit 1,8 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist. Hauptgrund für die Fortschritte beim Ergebnis ist laut Bahn eine bessere operative Entwicklung der Geschäftsfelder. "Darin enthalten sind auch erste Kostensenkungen sowie Personalabbau in der Konzernleitung und bei den internen Dienstleistern."
Rund 960 Millionen Reisende fuhren im ersten Halbjahr mit den Zügen der DB und damit 17 Millionen mehr als im Vorjahr. Seit April haben die Ticketverkäufe im Fernverkehr zugelegt. Mit besonderen Angeboten für Familien, junge Menschen und Kurzentschlossene kurbelt das Management seit Mai die Nachfrage an. Bereits 600.000 Fahrgäste haben demnach das Last-Minute-Angebot genutzt. Mehr als 200.000 Reisende sind mit dem Familienticket unterwegs. Die kostenlose Jugend-BahnCard wurde über 50.000 Mal bestellt.
Im Fokus stand in der ersten Jahreshälfte die Sanierung des Schienennetzes mit vielen Baustellen. "Noch nie haben Bund und Bahn in einem Halbjahr so viel Geld in die Schieneninfrastruktur investiert", betonte Palla. "Wenn wir auf diesem Niveau weiterbauen, legen wir das Fundament für eine nachhaltig stabile Bahn." Durch die hohen Investitionen stiegen die Netto- Finanzschulden des Konzerns zu Ende Juni um rund 1 Mrd. Euro auf 21,6 Mrd. Euro.
