Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler kontert im „Achterl“ mit knappen Antworten: zur Medienlandschaft, zur Rolle von X, zur ORF-Reform – und zur Frage nach einer Boulevard-Kampagne gegen ihn.
1. Wohnen, Kunst, Kultur, Medien, Sport: Bitte um Ranking, wo es warum am meisten Fortschritte gibt!
1. Wohnen, 1. Kunst, 1. Kultur, 1. Medien, 1. Sport – und nicht zu vergessen: 1. Post/Telekom
2. In Summe gelten Medieneigner als eher Mitte-rechts, Journalisten als Mitte-links: (Wie) Spüren Sie das?
Alles, was ich sehe (und spüre) ist selbstverständlich allerorts objektiver, faktenbasierter und ausgewogener Journalismus.
3. Warum bleiben Sie und die SPÖ auf X, obwohl es Ihre Ansprüche an Kommunikationskanäle verhöhnt?
Weil Sie, Herr Plaikner, auch dort sind und meine Tweets lesen. So wie viele andere Journalist:innen.
4. Nach dem Digital-Magazin Kontrast der YouTube-Kanal SPÖ eins: Weshalb umgehen Sie Journalismus?
Ich spreche mit Ihnen und anderen Journalist:innen genauso gern wie mit Kontrast und SPÖ1.
Vielfalt bemisst sich heutzutage nicht mehr ausschließlich an der Anzahl der Tageszeitungen
5. Welche Chancen sehen Sie, dass die Europäische Union den globalen Plattformen Einhalt gebietet?
Das wird ein langer, schwieriger Weg. Aber auch eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.
6. ORF-Reform erst nach ORF-Wahl: Warum sollte sich jemand bewerben, wenn er nicht weiß, was kommt?
Weil sie oder er dann mitgestalten kann, anstatt schon alles fertig vorgesetzt zu bekommen.
7. 12 Tageszeitungen: Das gilt international als Minusrekord. Wie viel Vielfalt braucht es neben dem ORF?
Es braucht viel Vielfalt. Die bemisst sich auch – aber heutzutage nicht mehr nur – an der Anzahl der Tageszeitungen.
8. Es gab/gibt eine heftige Kampagne der Boulevard-Blätter gegen Sie. (Wie) Werden Sie sich rächen?
Wie? Was? Welche Kampagne?
Steckbrief
Andreas Babler
Andreas Babler, 53, der Vizekanzler und SPÖ-Chef ist auch Medienminister. Er hat für den Herbst einen Konvent geplant, der über das ursprüngliche Thema ORF hinausgehen soll. Hinter den Kulissen gibt es ein intensives Gezerre, wie viel dem Staat eine nationale Medienlandschaft wert sein muss






