Salzburger Finanzskandal von

Ist in Wahrheit Brenner Schuld?

Wie NEWS berichtet, belastet Monika R. ihren früheren Vorgesetzten schwer

Salzburger Finanzskandal - Ist in Wahrheit Brenner Schuld?

Wie das ORF-Radio Ö1 unter Berufung auf einen am Donnerstag erscheinenden NEWS-Artikel berichtete, gibt die entlassene Mitarbeiterin der Finanzabteilung des Landes Salzburg ihren Vorgesetzten die Schuld an den Millionen-Verlusten. Finanzlandesrat LHStv. David Brenner (SP) und die Mitglieder des Finanzbeirates hätten Entscheidungen wiederholt gegen ihren Rat umgesetzt.

NEWS liegen dabei offenbar Vernehmungsprotokolle von den Einvernahmen der Frau vor. Demnach sollen ab 2008 Millionenverluste entstanden sein, weil Brenner Anlagen, die durch die Wirtschaftskrise Verluste aufwiesen, radikal schließen ließ. Eine Maßnahme die gegen ihren Rat durchgeführt wurde, sagte die 41-Jährige. In den Folgejahren habe der Finanzbeirat Anlageempfehlungen abgegeben, die wiederum gegen ihren Rat umgesetzt wurden.

„Diese Geschäfte, gegen meine Empfehlungen, verursachen jetzt einen finanziellen Schaden in Höhe von 250 Millionen Euro", wurde aus der Aussage der Frau zitiert. Und: Im Finanzbeirat sei mehrfach beantragt worden, ihre kritischen Äußerungen aus den Protokollen zu streichen. Sie habe sich dann geweigert, die vom Finanzbeirat empfohlenen Produkte abzuschließen und stattdessen einen weniger riskanten Swap gewählt, so die Frau weiter.

Die immer wieder genannten 340 Millionen Euro Schaden seien nicht als Geständnis zu werten, sondern eine grobe Hochrechnung, was bei einer vorzeitigen Auslösung der Anlagen im schlimmsten Fall zu erwarten sei, so R..

Schlechtes Verhältnis

Dass das Verhältnis zu ihren Vorgesetzten und dem Finanzbeirat zuletzt nicht mehr das beste war, belegen auch eine Reihe der APA vorliegende Emails zwischen R. und dem in der Vorwoche suspendierten Leiter der Finanzabteilung, Eduard Paulus. Daraus geht hervor, dass R. wiederholt gegen Richtlinien und Anweisungen des Finanzbeirates verstoßen hat und auch während ihrer Beurlaubung zwischen Mitte Juli und Mitte September 2012 ohne Vollmacht eine Geschäftsauflösung von ihrem privaten E-Mail-Account bestätigt hatte. R. rechtfertigte sich unter anderem, Entscheidungen des Finanzbeirates nicht akzeptiert zu haben, weil ein Geschäft "risikoreduzierend" auf das Portfolio gewirkt und dem Land Zinskostenvorteile gebracht hätte.

Brenner: "Bizarre Umkehrung der Wahrheit"

Brenner weist R.s Aussagen von sich. „Die Darstellung von Frau R. ist eine bizarre Umkehrung der Wahrheit und kann wohl nur als Schutzbehauptung einer Beschuldigten verstanden werden“, so der scheidende Finanzreferent des Landes. Richtig sei, dass er mehrfach den Auftrag gegeben habe, das Risiko der Geschäfte zu reduzieren. „Das ist auch schriftlich belegt. Es gab von mir aber zu keinem Zeitpunkt Vorgaben, Positionen im Finanzmanagement mit Verlust zu schließen“, so Brenner. Der Anwalt von R., Herbert Hübel, meinte am Mittwochabend auf APA-Anfrage, sich nicht zum Bericht äußern zu können. Er kenne den Artikel noch nicht.

Kommentare

Oliver-Berg

Naja und wieder erleben wir einen Feschak, der von seinem Ressort nicht die geringste Ahnung hat. Parallelen zu KHG sind zufällig und nicht gewollt. Wählt vielleicht das nächste Mal häßliche Politiker, vielleicht haben die mehr Ahnung als nur "Schöne".

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Brenner macht nur das, was Politiker und Vorgesetzten machen. Bei den Politikern ist der höchte Beamte, bei den höchsten Beamten, der niedrigste Beamte und beim niedrigsten beamten der Steuerzahler schuld und den beißen als Letzten die Hunde. Und Äußerungen wie "ich kann mich nicht mehr erinnern" oder "davon weiß ich nichts" sind bei den Rechtferttiogungen dieser Herrschaften an der Tagesordnung.

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Schaut euch den da oben einmal an. Weil er ein "fesches" Gesicht hat, war er bereits als "Kronprinz" im Gespräch. Ahnung von seinem Geschäftsbereich hatte er offensichtlich keine. Ab die Arbeit machen ohnehin die Beamten. Er wird nur hoch bezahlt. Versagen die Beamten dann passiert das, was eben in Salzburg passiert ist. Das Wichtigste Portfeullie hat er bessesen: Sein Parteibuch!

Ignaz-Kutschnberger
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Bei JEDER normalen österr. BANK gilt schon bei 5 Euro das 4-Augen-Prinzip ... meine Frage daher: Warum gilt bei derlei Millionen-Beträgen nicht sogar ein 6-Augen-Prinzip??? Wie kann einer/eine der/die eventuell verrückt geworden ist, alleine über mehr als 5 Euro entscheiden?? ...und ach ja, ich mache jetzt bei Humboldt den Kurs für Landeshaupt-frau/mann ... ist momentan dort im Angebot!!!

Ignaz-Kutschnberger
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Angeblich haben da auch Voll-IDIOTEN wie ich die besten Voraussetzungen dafür !!

Laleidama

schwarzer Peter scheinen diese Herrschaften zu spielen.....und das Peter-Prinzip dürfte so nebenbei auch noch wirken....

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