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Nationalratswahl 2019: ÖVP und
Grüne als große Gewinner; FPÖ stürzt ab

SPÖ kam auf schwächstes Resultat aller Zeiten - Pilz fliegt raus

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    Die ÖVP war der große Sieger des Abends. Sie wurde klar auf Platz eins gewählt.

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    ÖVP-Chef Kurz zeigte sich in einer ersten Dankesrede "fast sprachlos".

Die Nationalratswahl 2019 ist geschlagen und so hat Österreich gewählt. Die ÖVP und Sebastian Kurz sind der klare Sieger mit 37 Prozent. Dahinter folgt die SPÖ mit ihrem historisch schlechtestem Ergebnis vor der FPÖ, die fast zehn Prozent verliert und den Grünen, die es mit einem historischen Ergebnis souverän wieder ins Parlament geschafft haben. Auch die Neos legten zu, während die Peter Pilz mit seiner Liste Jetzt klar scheitert.

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Die ÖVP verteidigt mit einem starken Zuwachs auf 38,4 Prozent souverän Platz 1, ergibt die Hochrechnung von SORA/ORF. Die SPÖ fällt zwar - mit 21,5 Prozent - noch tiefer ins historische Tief, ist aber unangefochten Zweite. Denn die FPÖ bricht - nach Ibizagate und Spendenaffäre - auf 17,3 Prozent ein. Die Grünen kehren mit dem neuen Rekord von 12,4 Prozent zurück, JETZT fliegen raus, Neos bleiben mit 7,4 Prozent.

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Briefwähler werden noch kleine Änderungen bringen

Noch nicht enthalten sind in diesem Ergebnis vom Sonntagabend die Briefwahlstimmen und sonstige Wahlkartenstimmen, die erst am Montag bzw. Donnerstag ausgezählt werden. Sie werden noch kleine Änderungen im Zehntelprozentbereich bringen, die bei den Mandaten noch einige Verschiebungen bringen werden. Mit der Auszählung der Brief- und Wahlkartenwähler dürften aber noch rund 952.000 Stimmen zu den 3.877.129 am Sonntag an Urnen abgegebenen dazukommen. Damit wird die Wahlbeteiligung auf 75,5 Prozent steigen.

Das vorläufige Endergebnis

Laut dem am Sonntagabend verkündeten vorläufigen Endergebnis erreicht die FPÖ 17,3 Prozent der Stimmen. Die Grünen kommen auf 12,4 Prozent, die NEOS auf 7,4 Prozent. JETZT kam nur auf 1,9 Prozent und verpasst die Vier-Prozent-Hürde für den Wiedereinzug in den Nationalrat. Die KPÖ erreichte 0,7 Prozent, Wandel 0,4 Prozent, BPÖ 0,1 Prozent.

Mandatsverteilung

In Mandaten bedeutet das vorläufige Ergebnis vom Sonntag folgende Verteilung: Die ÖVP kommt auf 73 Sitze im neuen Nationalrat, die SPÖ auf 41 und die FPÖ auf 32 Mandatare. Die Grünen erhalten 23 Mandate. Für die NEOS bedeutet das vorläufige Endergebnis 14 Nationalratsitze.

Wahlkarten bringen noch Verbesserungen für manche

Die noch nicht ausgezählten Wahlkarten (mehr als 1 Million) bringen für manche Parteien noch Verbesserungen, für andere leichte Verschlechterungen. Das Ergebnis der ÖVP wird dann (laut Briefwahlschätzung der Hochrechner der ARGE Wahlen) etwas niedriger liegen, bei etwa 37,4 Prozent. SORA/ORF sieht die Partei schlussendlich bei 37,1 Prozent. Gegenüber der Wahl 2017 bedeutet das ein Plus von rund sechs Prozentpunkten. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte Partei von rund 15,5 Prozentpunkten ist der größte in der Zweiten Republik.

SPÖ: Historisch schlechtestes Ergebnis

Die SPÖ wird mit den Briefwahlstimmen minimal besser als in der Urnenwahl abschneiden und laut ARGE Wahlen 21,8 Prozent einfahren (Sora: 21,7). Das Minus von rund fünf Prozentpunkten bringt der Partei in jedem Fall ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei Bundeswahlen.

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© APA/ROBERT JAEGER SPÖ-Chefin Pamela Rendi Wagner

FPÖ stürzt auf 16 Prozent

Für die FPÖ wird das Ergebnis inklusive den Briefwählern noch schlechter als am Wahlabend aussehen: Sie stürzt nach Ibiza-Video und der Spesen-Affäre von Ex-Chef Heinz-Christian Strache von 26 Prozent im Jahr 2017 laut ARGE Wahlen auf 16,4 Prozent (SORA: 16,1 Prozent) ab, was ein Minus von fast zehn Prozentpunkten bedeutet.

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Rekord für die Grünen

Ein Rekord-Ergebnis brachte die Wahl für die Grünen: Sie schaffen souverän das Comeback im Nationalrat und werden laut ARGE Wahlen inklusive der Briefwahlstimmen auf 13,5 Prozent kommen. SORA weist die Grünen inklusive Briefwähler mit 14 Prozent aus. In jedem Fall toppt die Partei ihr bisheriges bestes Ergebnis bei Nationalratswahlen im Jahr 2013, als 12,4 Prozent der Wähler für Grün votierten. 2017 war die Partei mit nur 3,8 Prozent überraschend an der 4-Prozent-Hürde gescheitert und musste sich aus dem Nationalrat verabschieden.

Neos mit bestem Ergebnis bei NR-Wahl

Die Neos dürfen sich über einen deutlichen Zuwachs freuen - wie auch über ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Nationalratswahl. Inklusive Briefwähler, die das Urnen-Ergebnis laut ARGE und SORA noch ein wenig anheben werden, kommen die Pinken auf 7,8 Prozent. Das bedeutet ein Plus von 2,5 Prozentpunkten gegenüber 2017.

Aus für Pilz

Vorbei ist die Zeit im Nationalrat für die Liste JETZT: Die vom Ex-Grünen Peter Pilz gegründete Liste kommt auch mit den Briefwahlstimmen auf nur 1,9 Prozent (SORA: 2 Prozent). 2017 hatte die damals neu gegründete Liste mit 4,4 Prozent knapp den Sprung ins Parlament geschafft.

Zwei Dreier-Koalitionen möglich

Gröbere Verschiebungen bringen die Wahlkarten für die Mandatsverteilung, nicht aber für die Mehrheitsfindung im Parlament. Künftig sind drei Zweier-Koalitionen möglich: Neben Türkis-Blau würden sich auch Türkis-Rot und eine Mehrheit zwischen ÖVP und Grünen ausgehen. Die ÖVP kommt laut ARGE Wahlen inklusive Briefwahl auf 71 Mandate, die FPÖ auf 31, was eine Mehrheit von 102 Sitzen bedeuten würde. SORA weist die FPÖ mit nur 30 Mandaten aus.

Passend dazu: Welche Koalitionen sind möglich?

Die SPÖ kommt bei beiden Instituten auf 41 Sitze, die Grünen mit 26 auf deutlich mehr als in der Urnenwahl. Damit hätte Türkis-Rot eine Mehrheit von 112 Mandaten, Türkis-Grün eine recht knappe Mehrheit von 97 Sitzen.

Die Wahlbeteiligung lag laut vorläufigem Wahlergebnis bei 60,6 Prozent der Stimmen. Die Briefwähler werden die Beteiligung noch stark anheben, laut ARGE Wahlen und SORA auf knapp über 75 Prozent. Gegenüber 2017 bedeutet das ein Minus: Damals waren inklusive der Wahlkartenwähler 80 Prozent der Wahlberechtigten zu den Urnen geschritten.

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Kommentare

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peter lüdin

Etwa 13-14 % für die Grünen. Eine Partei die für die weitere Flutung Österreichs mit Analphabeten und muslimischen Extremisten steht. Die sich schützend vor Kriminelle stellt um ihre Abschiebung zu verhindern damit Österreich Schaden nimmt. Unglaublich!

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