Royale Analyse von

Warum uns Meghan
sympathischer ist als Kate

Und was Harrys Frau mit Michelle Obama gemein hat. Ein Körpersprache-Experte klärt auf.

© Video: News.at

Wie gut – oder schlecht – ist das Verhältnis von Herzogin Meghan und Herzogin Kate wirklich? Können sich die Prinzen-Gemahlinnen tatsächlich nicht leiden? Und warum wirkt die eine stets sympathischer als die andere? News.at hat den Körpersprache-Experten Stefan Verra um eine Analyse gebeten.

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Meghan und Kate, der große Streit, Meghan und Kate wieder versöhnt. Dies sind oftmals gelesene Schlagzeilen. Doch was ist dran am angeblich so gespannten Verhältnis der royalen Schwägerinnen und Frauen von Prinz William und Prinz Harry?

"Das ist natürlich ein großes Thema und da wird viel reininterpretiert"

Diese Frage kann wohl niemand so genau beantworten, der nicht persönlich mit den Prinzen-Gemahlinnen zu tun hat, erklärt Körpersprache-Experte Stefan Verra im Gespräch mit News.at. „Das ist natürlich ein großes Thema und da wird viel reininterpretiert“, so Verra, doch „alle, die ein Urteil darüber abgeben, sind ihnen meist noch nie näher als 1000 Kilometer gekommen.“ Warum das auf professioneller Ebene nicht zu analysieren sei, erklärt er so: Die meisten Quellen für diese Berichte seien Fotos und „Körpersprache anhand von Fotos zu analysieren ist unseriös“, so Verra. Und von einem Foto, das immer nur ein Schnappschuss, eine Momentaufnahme sei, auf die Psyche oder den emotionalen Zustand schließen zu wollen, sei schlichtweg Humbug.

Kate
© 2019 Getty Images Kates Schmallippigkeit und ihr Unterkiefer lassen sie einfach härter wirken

Warum Kate unsympathischer wirkt - und nichts dafür kann

Erklären lässt sich jedoch das Sympathiegefühl der meisten Menschen, das Meghan viel mehr entgegenschlägt als Kate. Aber warum ist das so? Warum finden die meisten Leute Harrys Frau sympathischer als Williams? „Das ist leicht zu erklären“, so Verra. Schuld daran seien Kates Unterkiefer und ihre Lippen. „Sie ist schmallippiger und wir interpretieren in schmale Lippen eine strenge Emotionalität.“ Dabei ist das etwas, was einfach angeboren sei, ein physiognomischer Zustand, so Verra. „Dafür kann sie nichts.“

»Meghan kann sehr gut mit ihrer Körpersprache umgehen«

Meghan im Gegensatz könne sehr wohl etwas für ihre hohen Sympathiewerte. „Sie kann sehr gut mit ihrer Körpersprache umgehen“, stellt der Experte bewundernd fest und sieht darin eine Parallele zur ehemaligen US-First-Lady Michelle Obama. Bei beiden würde man oft denken: „Was für eine tolle Frau.“ Dabei wüssten beide einfach nur zu gut, was sie tun müssen für ihre Strahlkraft, das sei alles.

Meghans Kindchenschema

Ein Beispiel für Meghans bewusstem Einsatz ihrer Körpersprache hat Verra auch parat: „Sie gibt oft den Kopf nach unten und schaut uns mit ihren großen, dunklen Augen von unten aus an“, beschreibt der Experte die typische Meghan-Geste. Dies sei eindeutig ein „Kindchenschema“, es zeige ein Unterlegenheitssignal, genau so wie es eben Kinder machen. Und das wecke bei den meisten ein Sympathiegefühl.

Meghan
© APA Typisches Meghan-Lächeln: Von unten hinauf. Das machen auch Kinder - und weckt Sympathien

Kate: Unauthentischeres Lächeln

Kate jedoch zeige im Gegenteil, wie anstrengend der Beruf einer royalen Vertreterin sei, denn sie wisse natürlich, dass sie lächeln müsse, was jedoch sehr anstrengend sei („Probieren Sie einmal 30 Sekunden bis eine Minute durchzulächeln – ohne Anlass!“). Deshalb lächle Williams Frau zwar ständig, wenn die Kameras auf sie gerichtet seien, doch kaum drehe sie sich weg, wird Kate wieder ernst. „Und das lässt ihr Lächeln nicht ganz so authentisch erscheinen“, analysiert Verra.

Wie passen William und Harry ins Bild?

Und die Männer? Harry und William ergänzen die Körpersprache ihrer Frauen interessanterweise, findet der Experte, denn Meghan bewege sich tendenziell ein wenig mehr und ein wenig lockerer – ebenso wie Harry, der unruhiger und breitbeiniger sitze und im gemeinsamen Auftreten mit William immer unruhiger wirke. Der ältere Bruder jedoch wirke stets – wie auch Kate – zurückhaltender und ruhiger.

Prinz Harry
© 2015 Getty Images Die Paare ergänzen sich perfekt: Prinz Harry wirkt - wie auch Meghan gegenüber Kate - lockerer als sein Bruder William.

Wünsche werden hineininterpretiert

Viel mehr lasse sich aus den offiziellen Auftritten jedoch nicht herauslesen, will Verra noch einmal betont wissen. Vielmehr stünde in weiteren Interpretationen die Wünsche der royalen Fans im Vordergrund, doch man dürfe nicht zu falschen Schlüssen kommen – nur weil man es gerne hätte.

Was die Sympathie über einen selbst aussagt

Eher sage dieses Sympathie für das eine oder andere Paar „unglaublich viel über die eigenen emotionalen Bedürfnisse aus.“ Finde man Meghan und Harry sympathischer in ihrem Auftreten, wünsche man sich wohl Lockerheit und Modernität. Gefalle einem jedoch William und Kates ruhige Art besser, sehe man wohl eher Zurückhaltung und Status als Aufgabe der royalen Familie.

Weitere Info:

Stefan Verra ist einer der gefragtesten Körpersprache-Experten in Europa. Der in München lebende Österreicher beschäftigt sich seit 20 Jahren intensiv mit der menschlichen Körpersprache. Er hält heute weltweit Vorträge, ist Gastdozent an mehreren Universitäten und ist mit seiner humorvollen Körpersprache-Show auf Tournee. Stefan Verra arbeitet auch mit Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Autismus zusammen sowie mit Hospizen und in der Kinderkrebshilfe.
In seinem aktuellen Buch "Leithammel sind auch nur Menschen: Die Körpersprache der Mächtigen" analysiert er die Körpersprache von Politikern wie Donald Trump, Angela Merkel oder Sebastian Kurz.

Das Buch können Sie hier bestellen.*

Stefan Verra auf Tour:
09. April Wien
10. April Linz
03. Mai Salzburg
08. Mai Graz
09. Mai Klagenfurt
10. Mai Lienz
07. Juni Innsbruck
08. November Tagesseminar Wien

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