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Kostet Hypo neun Milliarden?

Rechnung von Felderer - Fiskalrats-Präsident sieht Nulldefizit aber nicht gefährdet

Bank - Kostet Hypo neun Milliarden? © Bild: REUTERS/Heinz-Peter Bader

Der Präsident des Fiskalrates (früher Staatsschuldenausschuss), Bernhard Felderer, geht davon aus, dass die Abwicklung der Hypo Alpe Adria bis zu neun Mrd. Euro kostet. Darin inbegriffen sind auch 4,8 Mrd. Euro, die bereits in die Bank geflossen sind. Das von der Regierung angestrebte "strukturelle Nulldefizit" sieht er durch die Hypo Alpe Adria nicht gefährdet.

Felderer erwartet durch die Hypo Alpe Adria Gesamtkosten für den Bund von etwa neun Mrd. Euro, wie er am Dienstag im Ö1-Mittagsjournal sagte. "So wie es aussieht, wird es in dieser Größenordnung sein", so Felderer.

Auch bereits geflossene Euros inbegriffen

Gegenüber der APA erläuterte der frühere IHS-Chef, dass darin auch die bisher an die Bank geflossenen 4,8 Mrd. Euro enthalten sind (3,6 Mrd. Euro in Bar, 1,2 Mrd. Euro Garantien). Die restlichen Kosten werden seiner Einschätzung nach durch aushaftende Kredite entstehen, die von den Kreditnehmern nicht mehr bedient werden ("non performing Loans"). "Dieser Betrag bleibt letztendlich (beim Staat, Anm.) hängen", so Felderer. Er rechnet damit, dass diese Summe weitgehend durch das heuer erwartete zusätzliche Budgetdefizit von bis zu vier Mrd. Euro abgedeckt wird.

Verbindlichkeiten nicht gänzlich verloren

Felderer geht folglich auch davon aus, dass jene 17,8 Mrd. Euro an Hypo-Verbindlichkeiten, die heuer noch der Staatsschuld zugerechnet werden, nicht zur Gänze verloren sind. "Den Verbindlichkeiten stehen ja auch Aktiva gegenüber", betont er. Auf der Habenseite stehen also etwa Kredite, die ordnungsgemäß zurückgezahlt werden, und sonstige verwertbare Assets der Bank. Sollte die von der Task Force nun vorgeschlagene Abbaueinheit umgesetzt werden und auch die Bayern dem zustimmen, dann sei mit einer Gesamtbelastung von rund neun Mrd. Euro zu rechnen - möglicherweise auch etwas mehr oder weniger.

"Strukturelles Nulldefizit" nicht gefährdet

Das von der Regierung für 2016 angepeilte "strukturelle Nulldefizit" sieht Felderer durch die Hypo nicht gefährdet. "Das sind einmalige Ereignisse, durch die das strukturelle Defizit nicht berührt wird", so der Präsident des Fiskalrates. Ob sich der Bund einen Teil der bereits in die Bank geflossenen 4,8 Mrd. Euro hätte ersparen können, wenn die Bad Bank schon früher gegründet worden wäre, will Felderer nicht beurteilen.

Kommentare

turbogummiente melden

sperrt den Saftladen endlich zu & schickt dem Haider-Clan die Rechnung!

christian95 melden

Der Haider Clan: Dietz, Liebscher, Novotny, Molterer, Pröll, Fekter, Spindelegger, Faymann, Ostermayer.....
Auch noch in 150 Jahren wird der verstorbene Landeshauptmann Haider für alles herhalten müssen. So wie vor jeder Wahl neuerlich "die Gefahr von Nazis" wächst.
Vorgestern waren es noch 17,8 Mrd.

aufzeig

da wird nur noch reingestopft und ein paar verdienen noch schnell was mit einem Posten. Man kann aus einem Toten keinen Furz mehr rausdrücken! Eine Insolvenz muss da her,nicht wieder Geld versenken!

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