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Transporteure fordern dringend staatliche Entlastung

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Die Frächter fordern L17-Ausbildungsfahrten für Lkw
©APA, Themenbild, Barbara Gindl
Die schwache Konjunktur, hohe Dieselpreise, Fahrermangel und Fahrbeschränkungen setzen den heimischen Transporteuren zu. Alleine der "Kostentreiber Staat" habe zu Kostenerhöhungen in den vergangenen 5 Jahren von 35 Prozent geführt. Knapp 85.000 Euro müsse alleine heuer für einen 40-Tonnen-Sattelzug bezahlt werden (Mineralölsteuer, CO2-Bepreisung, Maut und Kfz-Steuer), rechnet Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, vor.

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Des weiteren habe der Staat in den vergangenen 14 Jahren fast sechs Milliarden Euro an Ertragssteuern und Dividenden aus Autobahnen und Schnellstraßen eingenommen, allein heuer rund 500 Mio. Euro. Das Geld hätte die Transportwirtschaft gerne für die Verkehrs-Infrastruktur zweckgebunden.

Während die Landwirte im Zuge der hohen Spritpreise eine Entlastung bekamen ("Agrardiesel"), schauten die Frächter bisher durch die Finger. Sie fordern einen "Gewerbediesel", insbesondere durch eine befristete Aussetzung des CO2-Preises auf Diesel sowie eine Reduktion der Mineralölsteuer auf EU-Mindestniveau. Der teure Sprit belaste auch die Taxibranche, hier seien die Tarife seit 2023 nicht angepasst worden. Auf mangelnde Preisanpassungen verweist auch die Busbranche, so hätten sich zwei große Verkehrsverbünde in Ostösterreich dagegen gesträubt.

Doch nicht nur der Blick auf die Zapfsäule sorgt für Sorgenfalten, auch leere Fahrersitze in den Brummis bereiten Kummer. Die Branche ist überaltert und Versuche, Frauen als Königinnen der Landstraße zu gewinnen, brachten bisher bescheidenen Erfolg. Besser sieht es bei den Lehrlingen in der gesamten Verkehrsbranche aus, zu Jahresbeginn 2026 waren 27 Prozent von ihnen weiblich. Klacska fordert eine frühere Einstiegsmöglichkeit in den Fahrerberuf, vergleichbar mit dem L17-Führerschein bei Pkw, der sich als Erfolgsmodell in Österreich herausgestellt habe.

Auch beim Ausbau von Straße und Schiene sieht sich die Verkehrswirtschaft nicht ausreichend gehört. So sei Bayern beim Ausbau der Zubringerstrecken zum künftigen Brenner-Basistunnel mehr als säumig. Und anstehende große Brücken-Sanierungsprojekte in Westösterreich würden ebenfalls die Branche belasten. Ein Dorn im Auge der Frächter ist nach wie vor der "Nacht-60er" für schwere Lkw auf den Autobahnen.

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