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Spekulationen rund um möglichen Rewe-Einstieg bei MPreis

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Rund um MPreis reißen die Spekulationen nicht ab
©APA, EXPA, JOHANN GRODER, Themenbild
Die Spekulationen rund um einen möglichen Einstieg der Billa-Mutter Rewe beim Tiroler Lebensmittelhändler MPreis reißen nicht ab, die mutmaßlich Beteiligten geben sich aber weiter zugeknöpft. Zuletzt war von angeblich fortgeschrittenen Verhandlungen des deutschen Handelsriesen mit der MPreis-Eigentümerfamilie Mölk die Rede. Die Zeitung "Der Standard" berichtete gar von einem möglichen Deal noch im September. Letzteres dementierte MPreis nun gegenüber der APA.

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Die "aufgestellte Behauptung, wonach bereits im September eine entsprechende Vereinbarung öffentlich gemacht werde, weisen wir zurück", hieß es in einem Statement des Tiroler Unternehmens. Und weiter: "Zu laufenden Gesprächen, möglichen Partnern, Beteiligungsmodellen oder den Inhalten vertraulicher Verhandlungen nehmen wir grundsätzlich keine Stellung." MPreis beschäftige sich derzeit "mit der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens und prüft dabei unterschiedliche Optionen für die zukünftige Ausrichtung", verlautete es aus Völs. Rewe wollte indes auf Anfrage die Spekulationen nicht kommentieren. Zu Rewe gehören in Österreich unter anderem Adeg, Billa, Bipa und Penny,

Die deutsche "Lebensmittelzeitung" hatte bereits im März berichtet, dass die Tiroler ihre Fühler in Richtung Deutschland ausgestreckt und Investorenbriefe verschickt haben sollen. Im August war dann ebendort von konkreten, weit gediehenen Gesprächen mit Rewe und einer möglichen 25 Prozent-Beteiligung der Deutschen an dem Tiroler Händler die Rede. Rewe könnte damit seine Position am Tiroler Markt ausbauen, hieß es. Derzeit ist M-Preis in Tirol Marktführer, gefolgt von Spar und der Rewe-Tochter Billa. Sollte ein Deal zustande kommen, wäre dann jedenfalls die Bundeswettbewerbsbehörde am Zug.

"Der Standard" wollte indes in Erfahrung gebracht haben, dass hinter den Kulissen auch über eine mehrheitliche Rewe-Beteiligung spekuliert werde. Ein Einstieg bei MPreis würde zudem weit über dessen Filialgeschäft mit rund 270 Märkten hinausgehen: Fix im Paket wären auch die Produktionsbetriebe von MPreis für Fleisch und Backwaren. Partner der Rewe sollen bereits angewiesen worden sein, Rohstoffe künftig verstärkt Richtung Westen zu liefern. Dem Vernehmen nach erwäge Rewe, einen Teil der Eigenmarken in Tirol herstellen zu lassen.

Indes wurde auch bereits Vorab-Kritik laut. Christof Kastner, Vizeobmann des Lebensmittelhandels, warnte vor einer weiteren Konzentration: Sie sei ein schwerer Schlag gegen die Vielfalt am Markt. Dabei gehe es nicht nur um gesellschaftsrechtliche Verflechtungen auf Verkaufsseite. Sollte sich der Einkauf von MPreis zur Rewe verlagern, würde dies mittelständische Lieferanten herb benachteiligen. "Die Marktmacht im Einkauf ist brutal", sagte Kastner.

Der "Platzhirsch" im Tiroler Lebensmittelhandel mit rund 5.300 Mitarbeitern hatte in den vergangenen Jahren angesichts von steigenden Kosten für Energie, Personal und Rohstoffen mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt - Wechsel in der Geschäftsführung waren die Folge. So war etwa der deutsche Restrukturierungsexperte Stefan Gros für einige Zeit mit an Bord. Während im Jahresabschluss 2023 noch ein Verlust in Höhe von rund 17 Mio. Euro angegeben worden war, verbesserten sich die Zahlen im Jahr 2024 etwas, der Verlust reduzierte sich deutlich auf 7,3 Mio. Euro - bei einem Nettoumsatz von rund 907 Mio. Euro.

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