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Im Hintergrund dieser Entscheidung steht auch eine Aufstockung des mittelfristigen Investitionsprogrammes für Privatbahnen (MIP) des Verkehrsministeriums. Das Doppelbudget 2027/2028 der schwarz-rot-pinken Bundeskoalition sieht demnach ab 2027 zu den bisherigen Mitteln ein Plus von 25 Mio. Euro vor, welches das Gesamtbudget auf rund 114 Mio. Euro anwachsen lässt. Zudem sichert das Verkehrsministerium den drei nun bald ausschreibenden Ländern eine anteilige Finanzierung bei der Beschaffung der neuen Fahrzeugflotte zu.
Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) begrüßte den Schritt zur gemeinsamen Ausschreibung. "Dass sich Tirol, Salzburg und die Steiermark nun zu einer gemeinsamen Beschaffung entschlossen haben, ist ein Musterbeispiel für den effizienten Umgang mit öffentlichen Mitteln", betonte der Minister und dankte den jeweiligen Verkehrslandesräten "für die konstruktive Zusammenarbeit".
Der damit unter anderem adressierte Tiroler Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) sah die Bundesländer gemeinsam "Eisenbahngeschichte schreiben." Durch die "enge Kooperation" der Länder sei es jedenfalls gemeinsam mit dem Bund gelungen, "die Ausschreibungsunterlagen so zu harmonisieren, dass "alle drei Bahnen davon profitieren" und insgesamt "erheblich eingespart" werden könne.
Seine steirische Amtskollegin Claudia Holzer (FPÖ) sowie der Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) schlossen sich dieser Diagnose Zumtobels an. Holzer betonte den sinnvollen Schritt des Zusammenschlusses der drei Bundesländer, während Schnöll herausstrich, dass durch ebenjenen Zusammenschluss eben "Synergieeffekte" auf mehreren Ebenen zu erwarten seien. Die Ausschreibung stehe zudem unmittelbar bevor, hieß es den drei Bundesländern.
In Tirol hatte es rund um die Zukunft der Zillertalbahn in den vergangenen Jahren ein heftiges politisches Tauziehen gegeben. Die Verantwortlichen rund um den Aufsichtsratschef der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG, Nationalratsabgeordneten Franz Hörl (ÖVP) wollten die mit Diesel betriebene Bahn ursprünglich auf Wasserstoffantrieb umrüsten. Das Projekt wurde jedoch aufgrund prognostizierter Mehrkosten aufs Abstellgleis gestellt. Eine Prüfung der Technischen Universität Wien wies schließlich den Hybridzug mit Akkubetrieb und teilweiser Oberleitung als beste Möglichkeit aus. Die schwarz-rote Tiroler Landesregierung hatte sich auf diese Variante verständigt.
Die Zillertalbahn ist eine 32 Kilometer lange Schmalspurbahn zwischen Jenbach und Mayrhofen. Die Pinzgauer Lokalbahn führt vom Bahnhof Zell am See bis nach Vorderkrimml und ist rund 53 Kilometer lang. Die Murtalbahn wiederum verläuft von Unzmarkt ins Salzburgerische Mauterndorf auf einer Strecke von 76 Kilometern und überwindet dabei 390 Höhenmeter.
MAYRHOFEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/EXPA/JOHANN GRODER
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