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Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, sagte die Paramount-Spitze um Konzernchef David Ellison ihnen zusätzliche Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal zu, wenn die Übernahme bis Ende September nicht unter Dach und Fach sein sollte. Damit ist sehr wahrscheinlich, dass Paramount mindestens 1,3 Milliarden Dollar mehr zahlen muss.
Zudem wird dann die Zeit knapp. Die Unternehmen setzten sich eine Frist bis zum 4. Juni 2027, um die Übernahme abzuschließen. Verstreicht sie, kann Warner Brothers den Deal aufkündigen - und von Paramount eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar kassieren. Zugleich könnten die Firmen auch die Frist verlängern.
Paramount setzte den Warner-Kauf nach den Wettbewerbsklagen aus. Zuvor hatte Richterin Araceli Martínez-Olguín signalisiert, dass sie Argumente für eine einstweilige Verfügung gegen den Abschluss des Deals sieht. Die Übernahme soll nun erst nach einer Entscheidung zu den Klagen oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden.
Der Rechtsstreit hat auch deshalb Relevanz, weil Kritiker der Regierung von US-Präsident Donald Trump befürchten, dass der zu Warner Brothers gehörende Nachrichtensender CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.
Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer Trumps bekannt ist. Ursprünglich hatte Warner im vergangenen Jahr bereits den Verkauf des Streaming- und Studiogeschäfts an Netflix beschlossen. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN.
Trump-Kritiker verweisen darauf, dass der Paramount-Sender CBS nach der Übernahme durch die Ellisons einen freundlicheren Ton gegenüber der US-Regierung angeschlagen habe. Trump hatte mehrfach gesagt, ihm sei besonders wichtig, dass der Sender bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechsele. Bei CNN kommen auch Kritiker seiner Politik zu Wort und Behauptungen des Präsidenten werden oft einem Faktencheck unterzogen.
BURBANK, CALIFORNIA - JULY 13: In an aerial view, the Warner Bros. logo is displayed on the water tower at Warner Bros. Studio on July 13, 2026 in Burbank, California. Twelve state attorneys general, led by California, filed a lawsuit seeking to block Paramount Skydance's proposed acquisition of Warner Bros. Discovery. They argue that the merger would violate the Clayton Act, an antitrust law that prevents anticompetitive practices. Justin Sullivan/Getty Images/AFP (Photo by Justin Sullivan/Getty Images) (Photo by JUSTIN SULLIVAN / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)
