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ÖGB und AK beklagen größer werdende Lehrstellenlücke

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AK und ÖGB finden, Unternehmen könnten sich mehr um Lehrlinge bemühen
©APA, dpa, Sebastian Kahnert
Gewerkschaft (ÖGB) und Arbeiterkammer (AK) beklagen eine größer werdende Lehrstellenlücke. Laut einer durch die Arbeitnehmervertreter beauftragten Umfrage unter Lehrlingen herrschten auch für zwei von fünf Auszubildenden "schlechte Rahmenbedingungen", hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz. Klagen von Unternehmerseite über einen Fachkräftemangel passten nicht zum "schwachen Interesse der Firmen an Lehrlingen". Noch nie seien so wenige aufgenommen worden wie im Vorjahr.

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Die Zahl der Jugendlichen ohne betriebliche Lehrstelle sei so hoch wie schon lange nicht. Auch der Anteil der Lehrlinge, die nach der Ausbildung nicht im erlernten Beruf bleiben wollen, nehme zu, so der "Lehrlingsmonitor" von ÖGB, Arbeiterkammer und Gewerkschaftsjugend. Das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung befragte dafür voriges Jahr über 6.000 Lehrlinge in ihrem letzten Lehrjahr.

Laut AK und ÖGB haben die Unternehmen im Jahr 2025 einen historischen Tiefstand bei der Lehrausbildung erreicht. Sie nahmen "nicht einmal 28.000 Jugendliche im ersten Lehrjahr auf" (genau: 27.546). Das seien um 10.000 Lehrlinge weniger als vor 20 Jahren. Im Jahr 2005 habe es noch knapp 38.000 Jugendliche im ersten Lehrjahr gegeben (genau: 37.588).

Die Konsequenz laut Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern: Gut 24.500 Jugendliche suchen derzeit eine Lehrstelle (genau: 24.506). Das seien "so viele wie schon lange nicht". Entweder sind sie beim Arbeitsmarktservice als lehrstellensuchend vorgemerkt oder sie besuchen eine durch das AMS organisierte Schulung bzw. machen eine überbetriebliche Ausbildung.

Den Lehrstellensuchenden stehen den Angaben zufolge aktuell rund 6.000 offene Lehrstellen gegenüber (genau: 5.963). Damit beide Seiten zusammenkommen, fordern ÖGB, AK und Gewerkschaftsjugend sowohl entsprechende Vermittlungsangebote als auch eine Bereitschaft seitens der Betriebe, "sich um die Jugendlichen zu bemühen". An der Bereitschaft vieler Betriebe, gute Ausbildung anzubieten, lasse sich durchaus zweifeln.

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