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Die oberösterreichische Berglandmilch gehört als Genossenschaft über 10.000 Milchbauern und ist mit einem Umsatz von zuletzt über 1,3 Mrd. Euro die mit Abstand größte Molkerei in Österreich. Mit einem Jahresumsatz von 390 Mio. Euro bei über 650 Beschäftigten ist die Obersteirische Molkerei der viertgrößte heimische Milchverarbeiter.
In Kobenz im Bezirk Murtal wurde am Dienstag über die Eingliederung der Milchsparte der Obersteirischen Molkerei (OM) in die Berglandmilch abgestimmt. Rund 92 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich dafür aus. Von 791 Stimmberechtigten waren 714 für die Fusion. 60 waren dagegen. Für eine Zustimmung war eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Laut Karner habe es Ende August einstimmige Zustimmung in Vorstand und Aufsichtsrat für das Projekt gegeben. Am kommenden Freitag soll es in Aschbach (OÖ) bei der Berglandmilch ebenfalls eine Generalversammlung geben, die sich mit dem Merger befasst. Bei einer Zustimmung prüfen Bundeswettbewerbsbehörde und Kartellamt die Transaktion. Dies könnte innerhalb von zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein.
Die Obersteirische Molkerei eGen wird von rund 1.200 größtenteils steirischen Bauern mit Milch beliefert. Gegenstand des angestrebten Mergers ist die Milchsparte mit den Standorten Knittelfeld und Spielberg. Die Molkerei in Kapfenberg - rund 34 Mitarbeiter - sei laut Karner nicht Teil der Einbringung in die Berglandmilch, sie würde im Falle des Abschlusses des Projekts an die Berglandmilch vermietet werden.
Die Berglandmilch teilte am Dienstagnachmittag auf Anfrage schriftlich mit, dass man mit der Obersteirischen Molkerei in intensive Verhandlungen eingestiegen sei. Es gehe dabei um die Herauslösung des operativen Molkereigeschäfts der OM und dessen Einbringung in die Berglandmilch. Alle anderen Unternehmensbereiche der Obersteirischen Molkerei wie etwa Landforst Lagerhaus & Co KG oder Öforst Forsttechnik GmbH wären davon nicht betroffen.