von
Damit liegt Microsoft unter den großen US-Tech-Konzernen auf dem zweiten Platz - hinter Apple mit 29,7 Milliarden US-Dollar. Dazu kämen weitere Abgaben wie Lohn-, Mehrwert- oder Grundsteuern. Etwa in Österreich wird auch eine Digitalsteuer fällig.
Der Microsoft-Löwenanteil in Europa kam dem Fiskus in Irland zugute - von 5,6 Milliarden US-Dollar. In Dublin befindet sich die Europazentrale.
Microsoft betont als Leitprinzip seiner Steuerstruktur, dass Abgaben dort entrichtet werden, wo Mitarbeiter tätig sind, Investitionen getätigt werden sowie Funktionen, Vermögenswerte und Risiken verortet sind. Irland sei der wichtigste operative und finanzielle Knotenpunkt für das Unternehmen in Europa. Mit der Offenlegung der Zahlen kam der Tech-Gigant den neuen EU-Transparenzrichtlinien nach.
Insgesamt verzeichneten die irischen Tochtergesellschaften mit 6.654 Mitarbeitern einen Umsatz von 196 Milliarden Dollar und einen Vorsteuergewinn von 47,1 Milliarden. Die tatsächlich im Berichtszeitraum gezahlten Steuern ("Income Tax Paid") betrugen 5,6 Milliarden. Microsoft nennt im Report auch den Grund für die Gewinnkonzentration: In Irland seien zentrale Strukturmerkmale wie das interne Finanzwesen sowie das Verwalten von geistigem Eigentum registriert.
Die Mitarbeiterzahl in Österreich gibt der Konzern fürs Geschäftsjahr 2024/25 mit 564 an. Neben der Microsoft Österreich Gmbh ist man hierzulande mit dem Microsoft Datacenter Austria vertreten sowie mit der LinkedIn Austria GmbH.
Der hier erwirtschaftete Umsatz betrug im vergangenen Geschäftsjahr 1,35 Milliarden Dollar. Vergleichsweise gering fällt jedoch der Vorsteuergewinn aus, der in der Bilanz auf vergleichsweise geringe 78,32 Mio. Dollar beziffert wird. In der Konsequenz flossen in Deutschland tatsächlich gezahlte Ertragsteuern in Höhe von lediglich 13,64 Millionen. Dazu kamen 16,77 Mio. Dollar an Einkommenssteuer. Die Höhe der Digitalsteuer, die Microsoft voriges Jahr in Österreich entrichtete, findet sich nicht im Bericht. Insgesamt nahm der Staat von allen großen Digitalkonzernen gemeinsam im Vorjahr hierbei 137,1 Mio. Euro ein.
In der Europäischen Union schwelt seit Jahren ein erbitterter Streit über die Besteuerung von US-Digitalkonzernen, die nach Einschätzung der Europäischen Kommission zu wenig Abgaben auf dem europäischen Festland leisten. Weil die Tech-Riesen wie Google, Apple oder Microsoft ihre Gewinne vor allem dort versteuern, wo ihre europäischen Hauptsitze gemeldet sind – und nicht dort, wo sie ihre Umsätze mit Millionen von Nutzern tatsächlich erwirtschaften –, drängt die EU-Kommission auf Reformen. Dabei setzt Brüssel vor allem auf die Umsetzung der globalen Mindeststeuer der OECD und den Digital Markets Act (DMA), um Steuerschlupflöcher zu schließen und für eine Besteuerung am tatsächlichen Ort der Wertschöpfung zu sorgen.






