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Im Mai wieder mehr Gas, Kerosin und Diesel eingelagert

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Österreich hat seine Reserven bei Erdgas, Kerosin und Diesel im Mai wieder aufgestockt. Die Gasspeicher waren, dank einem starken Anstieg seit Ende März, Mitte Juni gut zur Hälfte voll. Bei Diesel seien die kommerziellen Lagerbestände von März bis April um ein gutes Drittel gestiegen, der Füllstand lag 30 Prozent über dem mehrjährigen April-Durchschnitt. Auch bei der Versorgung mit Kerosin und Rohöl zeichne sich kein Engpass ab, so das Wirtschaftsministerium am Dienstag.

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Die Erdgaslager waren am 20. Juni mit 51,64 Prozent (bzw. 51,78 TWh) um rund zehn Prozentpunkte weniger gefüllt als vor einem Jahr. Bei gleich bleibender Einspeicherung könnten die Gasspeicher bis Jahresende zu 80 Prozent gefüllt sein, schreibt das Wirtschaftsministerium in einer Aussendung. Rechnerisch entspricht das einem österreichischen Jahresverbrauch, ein Teil des Gases geht aber ins Ausland.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) erinnerte auch daran, dass im Doppelbudget für die Verlängerung der strategischen Gasreserve um zwei Jahre bis 2029 Vorsorge getroffen worden sei. Nun fehlt noch eine Zwei-Drittel-Zustimmung im Hauptausschuss, die WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger dringend einforderte, "um die Versorgungssicherheit für die heimischen Betriebe langfristig abzusichern".

Vom heimischen Diesel werden rund 70 Prozent importiert, wichtigstes Herkunftsland ist Deutschland, woher etwa die Hälfte des heimischen Diesels stammt. Dort laufe die Produktion ohne Einschränkungen. Aber auch für die gesamte EU sei der persische Golf in Bezug auf die Dieselversorgung weniger entscheidend, da nur fünf Prozent dieses Treibstoffes aus der umkämpften Region stammen. "Die ausgefallenen Diesel-Importe konnten kompensiert werden, wodurch kein Mangel zu erwarten ist", heißt es dazu in der Aussendung.

Rund 95 Prozent des in Österreich verbrauchten Kerosins werden im Inland erzeugt, es sei daher "in Österreich von keinem Kerosinengpass auszugehen", heißt es in der Aussendung. Der Verbrauch sei im Mai unter dem mehrjährigen Durchschnitt gelegen. Auch bei diesem Treibstoff seien die Lagerstände im Mai im Vergleich zum Vormonat wieder angestiegen, um mehr als die Hälfte, und haben den höchsten Mai-Wert seit 2021 erreicht.

Für die ganze EU zeichnet das Wirtschaftsministerium ein differenzierteres Bild. 15 bis 20 Prozent des EU-Verbrauchs stammten aus dem Persischen Golf. Ersatzlieferungen aus den USA und Nigeria kompensierten bisher nur rund die Hälfte der ausgefallenen Mengen. Selbst im "Best Case" mit einer Öffnung ab Juli müssen europäische Kerosin-Notreserven aktiviert werden, damit ein Engpass ausbleibe. Sollte aber die Straße von Hormuz bis Jahresende geschlossen bleiben, "sinken die kommerziellen Lagerbestände bis Sommerende stark, die europäischen Kerosin-Notreserven wären rechnerisch bis Jahresende erschöpft".

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