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Eustella: Wiener Start-up fordert US-KI-Unternehmen heraus

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Eustella-CEO Matteo Rosoli

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Eustella will mit einem KI-Modell auf europäischen Servern die digitale Souveränität Europas stärken. Dabei setzt das Unternehmen auf frei verfügbare Modelle und will politische und ideologische Verzerrungen reduzieren.

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Das Wiener Start-up Eustella will den großen US-amerikanischen KI-Unternehmen in Europa Konkurrenz machen. Auf Basis frei-verfügbarer chinesischer Modelle hat das Unternehmen ein KI-System mit eigenen Parametern gebaut, das zur Gänze auf europäischen Servern läuft.

Die neueste Version kommt mit 27 Milliarden Parametern in mehreren Disziplinen bereits an die Leistung etablierter US-Modelle heran, schreibt das Unternehmen in einer Aussendung am Dienstag.

Unter europäischer Kontrolle

Eustella streicht dabei vor allem seine Position in Europa hervor: Wichtig sei nicht, wo ein Modell trainiert wurde, sondern wer es kontrolliert, schreibt das Start-up auf seiner Webseite. Das Unternehmen nutze die stärksten frei-verfügbaren Modelle, unabhängig von deren Herkunft, betreibe sie auf der eigenen Infrastruktur in Europa und passe sie an.

„Ein offenes Modell, das in Europa gehostet wird, bleibt unter europäischer Kontrolle“, heißt es weiter. So könne das Modell geprüft, angepasst oder auch komplett offline genommen werden, was bei geschlossenen Modellen, wie etwa den etablierten US-amerikanischen Systemen, nicht möglich sei. So will das Unternehmen die europäische digitale Souveränität wahren.

Bias soll KI-Modell abtrainiert werden

Allerdings: „Die leistungsstärksten Open-Weight-Modelle stammen derzeit überwiegend aus China und bringen damit auch entsprechenden chinesischen Einfluss mit sich“, schreibt Eustella in seiner Aussendung. Diese politische und ideologische Voreingenommenheit werde in der neuesten Version des KI-Modells reduziert, sodass der Anteil der Antworten, die das Narrativ der chinesischen Regierung wiedergeben, von 30,4 auf 1,9 Prozent sinke. Das Start-up arbeite kontinuierlich daran, politische, geschlechterspezifische und rassistische Verzerrungen, sogenannte Biases, aus seinem KI-Modell zu entfernen.

In standardisierten Tests in den Disziplinen Programmieren, Verstehen langer Dokumente und naturwissenschaftliche Expertenfragen ist die Leistung der Eustella-KI laut eigener Angabe bereits vergleichbar mit etablierten Modellen – selbst mit solchen, die mit deutlich mehr Parametern arbeiten. Das Unternehmen will seine KI-Technologie Schritt für Schritt weiterentwickeln und damit auch „Europa einen Platz im globalen Rennen um die leistungsfähigste KI“ sichern.

Eustella ist Teil der AI Factory Austria AI, die ihren Standort in St. Marx in Wien hat und von der EU und der Republik Österreich kofinanziert wird.

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