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E-Mobilität nimmt Fahrt auf

In Kooperation mit Wien Energie
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Neuzulassungen bei E-Autos erreichen Rekordwert. Lade-Infrastruktur wächst zügig mit.

Wird Autofahren zum Luxus? Die Spritpreise haben in Folge des Irankriegs Rekordwerte erreicht und lösen bei Wirtschaft und Bevölkerung Besorgnis aus. Für viele Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit. Was kostet die nächste Fahrt? Wie sehr wird Mobilität zur Kostenfrage und welche Möglichkeiten bleiben mir in der Zukunft?

Gleichzeitig passiert etwas Bemerkenswertes: Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Elektroauto. Im März 2026 war erstmals ein Viertel aller Pkw-Neuzulassungen in Österreich rein elektrisch. Ein Rekordwert, der zeigt: Die Elektromobilität ist kein Nischenthema mehr, sondern wird schrittweise Normalität.

Trotzdem bleibt vielerorts Skepsis. Ist die Reichweite auch für längere Fahrten ausreichend? Gibt es genug Ladestationen? Und wie nachhaltig sind E-Autos hinsichtlich der in den Batterien verbauten Rohstoffe wirklich? Diesen Fragen und auch Mythen widmet sich eine neue Folge des Podcasts Energievoll, präsentiert von Wien Energie in Zusammenarbeit mit Studio ZX, der Kreativagentur des Zeit-Verlags.

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Mythen und Realität

Der Alltag mit dem Elektroauto zeigt: Während die meisten Fahrten genauso einfach wie mit einem Verbrenner zurückgelegt werden können, erfordern längere Strecken etwas mehr Vorausplanung und bewusste Ladestopps. Gleichzeitig wächst die Infrastruktur kontinuierlich. So kommen in Österreich derzeit sieben E-Autos auf eine öffentliche Ladestelle – internationale Studien gehen davon aus, dass bereits ein Verhältnis von 1:10 eine gute Versorgung sicherstellt.

Und laut Andreas Reinhardt, Vorsitzender des Bundesverbands Elektromobilität Österreich, ist auch mit einem weiteren Ausbau zu rechnen: „Wenn Elektroautos angemeldet werden, werden Ladestellen gebaut. Es ist nicht umgekehrt. Mittlerweile sind wir dem Henne-Ei-Problem entwachsen.“

Komplexer ist die Diskussion rund um Batterien und Rohstoffe. Tatsächlich ist ihre Herstellung energieintensiv, und auch die Gewinnung von Materialien wie Lithium oder Kobalt steht in der Kritik. Gleichzeitig verändert sich genau hier derzeit viel. Die Produktion wird zunehmend mit erneuerbarer Energie betrieben, insbesondere in großen Herstellungsregionen. Den Vorwurf, dass mit E-Mobilität die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern gegen eine Importabhängigkeit von kritischen Rohstoffen getauscht wird, lässt Reinhard nicht gelten: Derzeit würden die Batterien zwar importiert, in Zukunft könnten sie am Ende ihrer Lebensdauer aber zu einem hohen Grad recycelt werden. Und „wenn wir hier in Europa die Batterien recyceln, dann haben wir ja gleichzeitig die Rohstoffe auch bei uns“, so Reinhardt.

Business Case unter Strom

Ein Beispiel dafür, wo sich E-Mobilität bereits heute bezahlt macht, bietet die Österreichische Post. Das Unternehmen hat den größten Fuhrpark Österreichs und darunter bereits 6.000 elektrisch angetriebene Fahrzeuge – das entspricht 60 Prozent der gesamten Flotte. In mehreren großen Städten, etwa Wien, Innsbruck, Graz und Salzburg kommen in der Zustellung von Briefen und Paketen bereits keine Verbrenner mehr zum Einsatz.

Auf diesen Fahrten mit kurzen Strecken und vielen Stopps, spielt der Elektroantrieb seine Stärken aus und bietet den Zustellerinnen und Zustellern dabei spürbar mehr Komfort. Für die Post rechnet sich das auch wirtschaftlich, nämlich in Form von weniger Verschleiß, weniger Komplexität und geringeren Instandhaltungskosten.

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„Tatsächlich ist ein E-Auto, was die Instandhaltungskosten betrifft, einem Verbrennerfahrzeug einfach überlegen“, resümiert Wolfgang Pfarl, der bei der Österreichischen Post für die strategische Netzwerkplanung und -steuerung zuständig ist. „Für unser Nutzerverhalten, rechnet sich die E-Mobilität besser als ein Verbrennerfahrzeug. Deshalb stellen wir um.“

Das Beispiel zeigt: Elektromobilität ist keine Zukunftsvision mehr, sondern eine Technologie, die heute schon konkrete Vorteile bietet.

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