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Mit einem Zuwachs von 8,4 Prozent verzeichnete die Krankenversicherung in Österreich das stärkste Wachstum aller Sparten. Dies sei ein klares Signal für ein im Gesundheitsbereich gestiegenes Absicherungsbedürfnis der Bevölkerung. Die heimische Schaden- und Unfallversicherung legte dank anhaltender Prämienerhöhungen um 4,9 Prozent zu.
Deutlich verhaltener entwickelte sich die österreichische Lebensversicherung mit einem Plus von lediglich 0,9 Prozent. Binnen eines Jahrzehnts hat sich die Lebensversicherungsquote in Österreich auf nur noch 1 Prozent halbiert, während der westeuropäische Durchschnitt bei 4,3 Prozent liegt. Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich, betonte, dass in der Lebensversicherung noch viel Arbeit vor der Branche liege, da man deutlich hinter dem westeuropäischen Schnitt zurückliege. Positiv hob er die Krankenversicherung hervor, die zeige, "wie sehr die Menschen bereit sind, in ihre gesundheitliche Absicherung zu investieren".
Auf globaler Ebene blieb die Lebensversicherung 2025 mit Prämien von 2.861 Milliarden Euro das größte Segment. Asien entwickelte sich hier mit einem Wachstum von 9,9 Prozent zum wichtigsten Motor der Branche, getragen von demografischer Alterung und hohen Sparquoten. Die weltweiten Krankenversicherungsprämien stiegen um 12,3 Prozent, was unter anderem auf alternde Bevölkerungen und steigende Gesundheitskosten zurückzuführen ist.
Für das kommende Jahrzehnt prognostiziert die Allianz für die globale Versicherungsbranche ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 5,3 Prozent. In absoluten Zahlen entspricht das einem zusätzlichen weltweiten Prämienvolumen von 5.260 Milliarden Euro. Für Österreich geht die Prognose von durchschnittlichen Zuwächsen von 5,0 Prozent in der Krankenversicherung, 3,1 Prozent in der Schaden- und Unfallversicherung sowie 1,2 Prozent in der Lebensversicherung aus.
Chefvolkswirt Ludovic Subran wies darauf hin, dass durch die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft Resilienz immer mehr die Effizienz als dominierendes Ordnungsprinzip ersetze. Dies mache das operative Umfeld komplexer und erhöhe den Druck, Versicherungen bezahlbar zu halten.






