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Für den Tiroler Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) und seinen Südtiroler Amtskollegen Daniel Alfreider (SVP) war dies ein "Meilenstein in der Geschichte der grenzüberschreitenden Nahverkehrsanbindung". Österreich und Italien verfügen nämlich über unterschiedliche Bahnstromsysteme. Die neuen Züge des Typs "Coradia Stream" können dies jedoch überwinden. Während das Land Tirol - finanziert von den ÖBB innerhalb des Verkehrsdienstevertrages - sechs Züge bestellt hat, hatte das Land Südtirol bereits 15 Züge angekauft. Die Züge verfügen über 381 Sitzplätze und sind mit einem vergrößerten Fahrradabteil ausgestattet.
Mit den neuen Nahverkehrszügen wird die ÖBB-Railjet-Verbindung zwischen Wien und Bozen mit Dezember 2026 eingestellt. Dies war bereits im Herbst des Vorjahres bekanntgegeben worden. Die Verbindung sei von "Ausfällen und Verspätungen geprägt" gewesen, hatte es geheißen.
Die Neuerungen im Bahn-Nahverkehr waren indes nach einem gemeinsamen Arbeitstreffen zwischen Zumtobel und Alfreider bekanntgegeben worden. Dabei nahm man sich vor, die Perspektiven für den Nahverkehr, die durch die künftige Inbetriebnahme des Brennerbasistunnel (BBT) entstehen werden, zu prüfen. Brixen könnte als Umstiegsknoten etwa weiter an Bedeutung gewinnen. "Der BBT schafft nicht nur die Möglichkeit, Güterverkehr von der Straße zu bringen und durch verkürzte Reisezeiten mehr Urlaubende für den Zug zu begeistern, sondern soll auch für jene direkt in der Region neue und kürzere Wege ermöglichen", sagte Zumtobel.






