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Wölfe reagieren auf menschlichen Angstschweiß fast wie Hunde

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++ ARCHIVBILD ++ Forscherinnen setzten Wölfe wie auch Hunde Geruch von Angstschweiß aus
©APA/APA/dpa/Bernd Weißbrod
Zahme Wölfe und Hunde ändern gleichermaßen ihr Verhalten, wenn Angstgeruch eines Menschen in der Luft hängt, berichten Wiener Verhaltensforscherinnen. Die Tiere zeigen dann etwa Zeichen von Unsicherheit. Obwohl Hunde schon über 20.000 Jahre "beste Freunde des Menschen" sind, haben sie demnach kein anderes Gespür für deren Angst als ihre normalerweise wild lebenden Verwandten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Animal Cognition" erschienen.

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Svenja Capitain vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat Studentinnen Horrorfilmszenen vorgespielt und Angstschweiß gesammelt, der sich währenddessen unter ihren Achseln bildete. Anschließend machte sie mit elf Haushunden und acht handaufgezogenen Wölfen Tests mit jenen Geruchsproben.

Weder die Wölfe noch die Hunde zeigten sich von menschlichem Angstgeruch besonders angezogen oder abgestoßen. Sie änderten aber ihr Verhalten ein wenig, wenn er präsent war. Dann suchten sie die aufgestellten Geruchsproben öfter auf, verbrachten aber weniger Zeit dort und blickten öfter zur Tiertrainerin, was eine "unsicherheitsähnliche Reaktion" sei, so Capitain in einer Aussendung: "Neugier, Verwirrung und Erregung könnten aber ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt haben." Einen kleinen Unterschied gab es aber zwischen den Haus- und Wildtieren: "Hunde brachen die Testsitzungen in Gegenwart von Angstgeruch etwas häufiger vorzeitig ab; bei Wölfen trat dieser Effekt nicht auf", heißt es.

S E R V I C E - Studie: https://link.springer.com/article/10.1007/s10071-026-02083-z

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