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Wien: Tunnelbau für U2 und U5 abgeschlossen

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©Stadt Wien_Christian Jobst

Die Maschine „Debohra“ grub 4,2 Kilometer Tunnel. Damit ist die unterirdische Verbindung der ersten Baustufe von U2xU5 komplett.

Beim Ausbau der Wiener U-Bahn ist eine zentrale Bauphase beendet. Die Tunnelvortriebsmaschine „Debohra“ hat den Augustinplatz im 7. Bezirk erreicht und damit ihre Arbeiten für die neue U2-Strecke abgeschlossen. Seit September 2024 grub sie zwei Tunnelröhren mit einer Gesamtlänge von 4,2 Kilometern zwischen Matzleinsdorfer Platz und Augustinplatz.

Gemeinsam mit den bereits im Baggervortrieb errichteten Abschnitten bis zum Rathaus sowie dem U5-Tunnel zwischen Rathaus und Frankhplatz sind nun sämtliche Tunnel der ersten Baustufe fertiggestellt. Insgesamt umfasst dieser Abschnitt rund fünf Kilometer neue U-Bahn-Strecke.

Neue Verbindung durch mehrere Bezirke

Die beiden von „Debohra“ gebauten Tunnel verbinden künftig die Stationen Matzleinsdorfer Platz, Reinprechtsdorfer Straße, Pilgramgasse und Neubaugasse. Am Augustinplatz schließt der bereits errichtete Abschnitt in Richtung Rathaus an.

Ab 2030 soll die U2 vom Rathaus über den neuen Südast bis zum Matzleinsdorfer Platz fahren. Die neue, vollautomatische U5 wird in der ersten Baustufe den Karlsplatz mit dem Frankhplatz verbinden.

Bürgermeister Michael Ludwig bezeichnete die Fertigstellung der Tunnelröhren als wichtigen Schritt für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Die Investitionen in U2 und U5 seien eine Antwort auf das Wachstum der Stadt, die Klimaziele und den steigenden Mobilitätsbedarf.

150.000 Kubikmeter Erde ausgehoben

Die Tunnelvortriebsmaschine wiegt mehr als 1.300 Tonnen, ist 127 Meter lang und besitzt ein Schneidrad mit sieben Metern Durchmesser. Für die beiden neuen Röhren wurden rund 150.000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Das entspricht nach Angaben der Wiener Linien dem Volumen von etwa 60 olympischen Schwimmbecken.

Insgesamt wurden 2.850 Tübbing-Ringe aus rund 17.000 Betonelementen eingebaut. Die Maschine führte mehrere Arbeitsschritte gleichzeitig aus: Sie löste das Erdreich, transportierte den Aushub ab und setzte unmittelbar danach die Betonteile der Tunnelschale ein.

Der Abtransport des Materials erfolgte zentral über den Schacht am Matzleinsdorfer Platz. Durch diese unterirdische Logistik seien rund 20.000 Lastwagenfahrten und etwa 75 Tonnen CO₂ vermieden worden. Ein Teil des ausgehobenen Wiener Tons soll zudem für die Herstellung von Ziegeln verwendet werden.

Stationsausbau beginnt

Nach dem Ende des Tunnelvortriebs beginnt nun der Innenausbau der Stationen. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die zweite Baustufe. Dabei soll die U2 vom Matzleinsdorfer Platz bis zum Wienerberg und die U5 vom Frankhplatz bis nach Hernals verlängert werden.

Das Gesamtprojekt umfasst nach Angaben der Wiener Stadtwerke zwölf Kilometer neue Strecke und elf neue Stationen. Mehr als 800 Menschen arbeiten täglich am Ausbau. Die neuen Verbindungen sollen bestehende Linien wie U6, U3, die Straßenbahnlinie 43 und die Buslinie 13A entlasten.

Die Wiener Linien rechnen damit, dass U2xU5 zusätzliche Kapazitäten für bis zu 300 Millionen Fahrgäste pro Jahr schafft. Durch eine mögliche Verlagerung vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel könnten jährlich bis zu 75.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.

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