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In der Zeit vom 1. Jänner bis 12. August 2026 hat es auf 72 Prozent der österreichischen Landesfläche mehr trockene Tage gegeben als in jedem der vergangenen 65 Jahre. "Seit 23. Februar 2026 herrscht in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ein nahezu durchgehendes Niederschlagsdefizit", ergänzte Klimatologe Peter Müller. Im Zeitraum vom 23. Februar bis 9. August fielen nur 210,9 statt der üblichen 405 Millimeter. "Das ist die niederschlagsärmste vergleichbare Periode seit zumindest 1961." Die bisherigen Tiefstwerte aus dem Jahr 2003 (265,8 Millimeter) und 2015 (275 Millimeter) liegen deutlich darüber.
Aktuell sei nicht absehbar, dass sich diese Phase enormer Trockenheit entspannen wird. "Das vorhandene Niederschlagsdefizit könnten selbst durchschnittliche Niederschläge nicht so schnell beheben", erläuterte Haslinger. "Ab Oktober deuten die Langfristprognosen etwas feuchtere Witterung an, allerdings sind Prognosen im Alpenraum grundsätzlich sehr unsicher, wenn es über einen Vorhersagehorizont von einem Monat hinausgeht."
