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Sie verlieren an Höhe und können von ihrer berechneten Flugbahn abweichen. Das erhöht wiederum das Risiko, mit anderen Satelliten oder Weltraumschrott zusammenzustoßen. Wie stark die Atmosphäre auf die Sonnenaktivität reagiert, lässt sich laut der Hochschule bisher aber nur ungenau vorhersagen.
"Ethos" soll diese Zusammenhänge genauer untersuchen. Der rund 25 bis 30 Kilogramm schwere Kleinsatellit wird dafür mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet. Diese messen unter anderem die von der Sonne abgestrahlte Energie sowie Röntgen- und extreme Ultraviolettstrahlung bei Sonneneruptionen. Weitere Instrumente beobachten Veränderungen in der Ionosphäre, einer elektrisch geladenen Schicht der oberen Erdatmosphäre, und bestimmen die Umlaufbahn des Satelliten mit hoher Präzision.
Die Kombination der Messungen soll zeigen, wie Schwankungen der Sonnenaktivität die Ionosphäre verändern und sich dadurch die Dichte der oberen Atmosphäre sowie der Luftwiderstand für Satelliten verändern. Die Daten könnten dazu beitragen, das Weltraumwetter besser vorherzusagen und Satellitenbetreiber frühzeitig vor möglichen Bahnveränderungen zu warnen.
Der Satellit soll zudem die langfristige Beobachtung der Sonnenstrahlung unterstützen. Mehrere bestehende Messmissionen erreichen voraussichtlich um 2030 das Ende ihrer Lebensdauer. "Ethos" soll helfen, die Messreihen ohne Unterbrechung fortzuführen. Die Daten sind laut der ETH Zürich auch für die Klimaforschung von Bedeutung.
Entwickelt wird die Mission von der ETH Zürich gemeinsam mit dem Physikalisch-Meteorologischen Observatorium Davos, der Universität Bern und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Die Forschungseinrichtungen entwickeln die wissenschaftlichen Instrumente, während der Satellit selbst von einem kommerziellen Anbieter stammen soll.
This NASA image obtained July 1, 2020, captured from a video, shows an image from a 10-year time lapse of the Sun at 17.1 nanometers (an extreme ultraviolet wavelength that shows the Sun’s outermost atmospheric layer – the corona) with the rise and fall of the solar cycle and notable events, like transiting planets and solar eruptions. As of June 2020, NASA’s Solar Dynamics Observatory – SDO – has now been watching the Sun non-stop for over a full decade. From its orbit in space around Earth, SDO has gathered 425 million high-resolution images of the Sun, amassing 20 million gigabytes of data over the past 10 years. (Photo by Handout / NASA/GSFC / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO /NASA/GSFC/HANDOUT" - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
