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2021 hatte eine Raumsonde des damals europäisch-russischen Forschungsprojekts "Exomars" Chlorwasserstoff in der Atmosphäre des Roten Planeten gemessen. Das Gas wird der europäischen Raumfahrtbehörde ESA zufolge auf der Erde häufig festgestellt, wenn es aus Magmaschloten austritt. Auf dem Mars entdeckten Fachleute dann zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt und an einem unerwarteten Ort weiteren Chlorwasserstoff. Das Gasvorkommen variiert auf dem Millionen Kilometer von uns entfernten Planeten je nach Jahreszeit.
Die Sonde entdeckte Risse in der Alba-Mons-Region unseres Nachbarplaneten, manche von ihnen mehrere Hundert Meter lang. Durch die Risse könnten Magma-Gase austreten, vermuten die Fachleute.
Der Mars verfügt laut ESA über die größten Vulkane im Sonnensystem - wie aktiv sie noch sind, sei ungewiss. Aufnahmen deuten darauf hin, dass einige von ihnen in den letzten Millionen Jahren aktiv waren. Auch Erdbeben auf dem Planeten wurden gemessen. Während dies auf mögliche vulkanische Aktivität hindeutet, wurden jedoch nie Ausbrüche oder neue Lavaflüsse auf dem Mars beobachtet.
Aus Sicht von Mège gibt es noch einen anderen Grund, sich für die Risse zu interessieren: die Suche nach Leben. Dort nach Marsleben zu suchen, ergebe Sinn. "Wenn hydrothermale Systeme aktiv sind, könnten sie die Zutaten und die Energie enthalten, die notwendig sind, damit sich Mikroorganismen entwickeln, und sie könnten Mikroorganismen vor der feindlichen und wechselnden Umwelt über der Oberfläche schützen."
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/NASA
