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"Unsere Gemeinschaft wird nicht nur durch die Leistungen einzelner Mitglieder gestärkt, sondern auch durch die Vielfalt der Perspektiven und Erfahrungen, die ihre Mitglieder einbringen. Diese neue Kohorte verdeutlicht den wahrhaft internationalen Charakter der heutigen Wissenschaft und unterstreicht die entscheidende Rolle, die die Zusammenarbeit bei der Erzielung von Durchbrüchen spielt, von denen wir alle profitieren", wurde Sir Paul Nurse, Präsident der Royal Society, zitiert.
Die im Jahr 1660 gegründete "Royal Society" rekrutiert ihre Mitglieder aus dem gesamten Commonwealth, zudem gibt es ausländische und Ehrenmitglieder. Die Fellows haben das Recht, den Titel FRS (Fellow of the Royal Society) nach ihrem Namen zu führen. In der Liste der Fellows finden sich u.a. Namen wie Isaac Newton, Charles Darwin und Albert Einstein.
Der theoretische Physiker Peter Zoller, geb. 1952 in Innsbruck, ist einer der Protagonisten der heimischen Quantenphysik. Zu einem seiner vielen hoch angesehenen Forschungsbeiträgen zählt eine Pionierarbeit über den "Bauplan für einen Ionenfallen-Quantencomputer und eine schaltungsbasierte Quantencomputerarchitektur im Allgemeinen", die er gemeinsam mit seinem spanischen Kollegen Ignacio Cirac verfasste und 1995 vorstellte. Der emeritierte Professor der Universität Innsbruck begründete 2003 das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit und war bis 2024 einer der wissenschaftlichen Direktoren. Er zählt zu Österreichs meistzitierten Wissenschaftern und wurde in der Vergangenheit auch immer wieder als Favorit für den Physik-Nobelpreis genannt.
Die aus Boston (USA) stammende Biochemikerin Elly Tanaka, geboren 1965, hat für ihre Regenerationsforschung, besonders am Modellorganismus Axolotl, ein international hoch angesehenes Renommee und - wie auch bereits Peter Zoller - den Wittgenstein-Preis des Wissenschaftsfonds FWF, vulgo "Austro-Nobelpreis", erhalten. Ab 2016 war sie in Wien zunächst als Gruppenleiterin am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) tätig. Mit 1. April 2024 übernahm Tanaka die Leitungsposition des Wiener Institutes für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der ÖAW. In ihrer Forschung geht Tanaka der Frage nach, welche genetischen Grundlagen der Regeneration von Gliedmaßen oder Gewebe zugrunde liegen, wie sie etwa bei dem mexikanischen Schwanzlurch (Ambystoma mexicanum) so faszinieren. Entsprechende Erkenntnisse könnten beispielsweise der Entwicklung neuen Gewebes im medizinischen Kontext dienen.
Durch Tanakas und Zollers Ernennung steigt die Zahl der Mitglieder der Royal Society, die derzeit an österreichischen Einrichtungen tätig sind, von vier auf sechs, wie das IMBA in einer Aussendung mitteilte.
(S E R V I C E - https://royalsociety.org/ )
ZU APA TEXT CI/XI - Der Innsbrucker theoretische Physiker Peter Zoller anl. eines Interviews mit der Austria Presse Agentur (APA) am Dienstag, 04. September 2012, am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) in Innsbruck. Am 16. September feiert Zoller seinen 60. Geburtstag. APA-FOTO: BARBARA GINDL
Die US-amerikanische Biochemikerin Elly Tanaka wurde am Donnerstag, 14. März 2024, im Rahmen einer Präsentation des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) als neue Leiterin vorgestellt.





