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Eine "Schieflage" wurde von der Volkspartei beim Chancenbonus für Schulen geortet. Von insgesamt 800 Vollzeitäquivalenten würden lediglich 38 auf Niederösterreich entfallen, während Wien 500 erhalte, obwohl Niederösterreich doppelt so viele Schulen habe. "Ein Chancenbonus muss echte Chancen schaffen und darf nicht zu einem Bonus für die Bundeshauptstadt werden", betonte Rene Lobner, ÖVP-Landtagsabgeordneter und -Bildungssprecher, in der Aussendung anlässlich eines Pressetermins in St. Pölten. "Gerade Kinder mit unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbedürfnissen brauchen individuelle Unterstützung", diese Förderung müsse im Mittelpunkt stehen. "Deshalb ist der Erhalt der Sonderschulen und die Wiedereinführung einer spezifischen sonderpädagogischen Ausbildung unbedingt notwendig."
Kritik gab es von Lobner zudem für den Bildungskompass, dessen derzeitige Darstellung der Standortdaten "irreführend" sei. "Schulen werden in Leistungsdrittel eingeteilt, ohne transparent darzustellen, auf welchen Vergleichsgrundlagen und Rahmenbedingungen diese Einordnung beruht. Das ist, als ob man Noten aus den Benotungsskalen 'Standard' und 'Standard AHS' vergleicht und nicht dazusagt, welche Note sich auf welche Skala bezieht."
"Die Realität sieht oft anders aus als die Vorstellungen, die man sich in Wien am Schreibtisch macht. Wir brauchen Reformen, die in der Praxis funktionieren und nicht nur auf dem Papier gut aussehen. Wiederkehr liebt das Malen der Zierzeile, vergisst dabei aber leider die Hausübung darüber", sagte Zauner.
++ THEMENBILD ++ ZU APA0013 VOM 27.10.2025 - Die Sonderschule als eigene Schulform für behinderte oder verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche ist in Österreich tendenziell wieder auf dem Vormarsch. Im Bild: Der Schriftzug "Sonderschule" aufgenommen am Montag, 27. Oktober 2025 an einer Schule in Niederösterreich.
