von
Bis zum 10. Oktober sind laut Zahlen, die die Grünen präsentierten, 317 entsprechende Anträge eingebracht worden. 85 davon seien inzwischen bewilligt worden, der Rest ist noch in Bearbeitung, hieß es. Im Jahr 2025 waren es laut der Partei insgesamt nur 305 Anträge gewesen. Verwiesen wurde heute auf ein Haus in Währing, in dem alle Wohnungen zu Unterkunfteinheiten werden sollen.
"Die Stadt muss den Wohnraub stoppen und unmissverständlich klarstellen, dass Wohnungen keine Hotels sind", forderte die Parteivorsitzende Judith Pühringer. Die neuen Regeln, die erst kürzlich im Landtag beschlossen wurden, wurden als "richtiger Schritt" gewertet. Diese ließen aber weiter große Lücken offen, da ein Teil des Wohnungsbestandes weiter umgewidmet werden darf, kritisieren die Grünen.
Sie fordern eine Regulierung, die die Bewilligung von neuen Tourismus-Appartements gänzlich stoppt. Die Ausnahmebewilligung für eine gewerbliche Nutzung soll gestrichen werden. Es soll lediglich möglich sein, eine Wohnung 90 Tage pro Kalenderjahr vorübergehend vermieten zu können - ohne dauerhafte Aufgabe des Wohnsitzes.
Die SPÖ verwies ebenfalls auf die jüngsten Verschärfungen. Das Problem rund um die Umwidmung von Wohnungen sei "längst gelöst", befand Landesparteisekretär Jörg Neumayer. Dazu komme ab 1. Jänner ein verpflichtendes Register für Kurzzeitvermietung. Dass die Regeln wirken, würde der "Aufschrei" von Vermietern zeigen. "Eine Wohnung ist ein Zuhause und kein Geschäftsmodell", hielt er fest.
