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Neue Technologie bei Darm-OPs feierte in Tirol "Europapremiere"

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Das Krankenhaus St. Johann wartete mit einer "Europapremiere" auf
Das Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol wartet laut eigenen Angaben mit einer "Europapremiere" auf: Erstmals auf dem Kontinent wurde der SigniaTM EEATM Circular Stapler von Medtronic erfolgreich eingesetzt. Das innovative Gerät unterstütze Chirurgen dabei mit "moderner Echtzeit-Gewebe-Feedback-Technologie", hieß es gegenüber der APA. Es komme bei chirurgischen Eingriffen im Verdauungstrakt zum Einsatz.

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Die Eingriffe seien dann vonnöten, wenn nach der Entfernung eines erkrankten Gewebeabschnitts zwei Darm- oder Gewebeenden wieder sicher miteinander verbunden werden müssten. Diese Verbindung wird in der Medizin als Anastomose bezeichnet.

Während des Eingriffs liefere das System bzw. die in Europa bisher woanders noch nicht angewandte Technologie Informationen zur Gewebekompression und hilft laut den Verantwortlichen, die Kompressionskräfte an die spezifischen Gewebebedingungen anzupassen. Für Patienten könne diese technologische Unterstützung ein wichtiger Vorteil sein: Ziel sei eine möglichst präzise, stabile und schonende Verbindung des Gewebes. Moderne Klammernahttechnologien könnten Chirurgen dabei unterstützen, die Gewebeverbindung möglichst gleichmäßig, kontrolliert und schonend herzustellen. Durch das mithilfe des Geräts gelieferte "Echtzeit-Feedback" und die angepasste Kompression erhalte das Operationsteam zusätzliche Informationen direkt während des Eingriffs. Dies könne helfen, die Präzision weiter zu erhöhen und die Qualität der Versorgung zusätzlich zu unterstützen.

"Diese Europapremiere zeigt, dass moderne Spitzenmedizin nicht nur an großen universitären Zentren stattfindet. Auch ein regionales Krankenhaus kann Innovation aktiv mitgestalten und Patientinnen und Patienten Zugang zu hochmoderner chirurgischer Technologie ermöglichen", betonte der Leiter der Chirurgie im Krankenhaus St. Johann, Hermann Nehoda. Die ersten Operationen mit der neuen Technologie waren am 2. Juni durchgeführt worden - bei zwei Frauen und einem Mann. Mittlerweile wurden neun Patienten operiert.

Bis dato war die Methode in den USA und Japan in zahlreichen Fällen angewandt worden. Das Bezirkskrankenhaus St. Johann sei für die nunmehrige "Europapremiere" ausgewählt worden, da Chirurgie-Leiter Nehoda eine große Erfahrung mit Methoden dieser Art aufweise, verlautete es.

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