von
Die veränderte Bedrohungslage sei Ansporn, um Technologien des Weltraums auch für Verteidigung und Sicherheit zu verwenden. Bei der Ministerratskonferenz im November in Bremen sei geklärt worden, dass die ESA auch im Bereich Verteidigung und Sicherheit arbeiten könne.
Im November vergangenen Jahres freute sich die ESA über ein Rekordbudget von fast 22,3 Milliarden Euro. Zuvor hatte schon Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angekündigt, Deutschland wolle bis 2030 insgesamt 35 Milliarden Euro für Weltraumprojekte und eine Sicherheitsarchitektur im All ausgeben: Satellitenkonstellationen, Bodenstationen und auch gesicherte Transportfähigkeiten ins All.
Aschbacher plädierte dafür, bei der europäischen Aufholjagd auf Zusammenarbeit - "pooling and sharing" - zu setzen. Ziel sollte sein, dass ein deutscher Satellit eingefügt werden kann in einen europäischen Rahmen, der dann auch mit anderen Ländern geteilt werden kann.
"Wo Europa wirklich gut ist, ist in der Technologie, in den Ingenieuren, die wir haben, in der Industrie, die wir über 50 Jahre entwickelt haben. Die ist Weltklasse und die ist wirklich gut", hält er fest.
Defizite hätten sich ergeben, weil Europa weniger Geld als andere in den Weltraum investiert habe. Aschbacher sagte: "In Amerika wird sechsmal so viel ausgegeben im Weltraum aus öffentlichen Mitteln wie in Europa. Wenn man sechsmal so viel Geld hat, natürlich kann man sechsmal so viel machen."
European Space Agency (ESA) CEO Josef Aschbacher addresses the audience ahead of a public video conference with French astronaut Sophie Adenot ahead of her departure for the International Space Station, at the presidential Elysee Palace in Paris on February 5, 2026. Four astronauts could blast off to the International Space Station (ISS) next week, after setbacks including a mysterious medical evacuation of the previous crew, last-minute rocket problems, and some scheduling conflicts with NASA's Moon mission. (Photo by Ludovic MARIN / POOL / AFP)




