von
"Wenn sie es ernst meinen, dann bin ich sicher, dass wir auf dem Weg zu einem Abkommen sind." US-Außenminister Marco Rubio hatte am Samstag gesagt, Präsident Donald Trump bevorzuge zwar eine Einigung, es sei jedoch "sehr schwer", eine mit dem Iran zu erzielen.
Für Dienstag sind Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung des Omans in Genf geplant. Anfang Februar hatten der iranische Außenminister Abbas Araqchi, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner über Vermittler des Omans in Maskat beraten. Die Positionen des Irans und der USA liegen weit auseinander. So will der Iran nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen sprechen. Die USA wollen die Verhandlungen jedoch ausweiten. Sie wollen zusätzlich über die ballistischen Raketen des Irans und seine Unterstützung bewaffneter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen beraten.
Trump hat mehrfach mit einem militärischen Angriff auf den Iran gedroht, sollte es keine Einigung geben. Die USA haben bereits etliche Kriegsschiffe in die Region entsandt. Für den Fall eines Angriffs hat der Iran Vergeltung angekündigt und gedroht, auch arabische Golfstaaten, die US-Stützpunkte beherbergen, könnten ins Visier geraten, sollten sie in einen Angriff auf die Islamische Republik involviert sein.
Erst im Juni 2025 hatte Israel mit Unterstützung der USA Atomanlagen im Iran angegriffen. Der massive Beschuss endete nach zwölf Tagen mit einer Waffenruhe. Nach iranischen Angaben wurde die wichtigste Atomanlage Fordo schwer beschädigt, die Urananreicherung wurde eingestellt. Trump erklärte seinerzeit, die US-Angriffe hätten das iranische Atomprogramm "vollständig und total ausgelöscht".
Die USA und weitere Staaten werfen dem Iran seit langem vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran bestreitet das. In Trumps erster Präsidentschaft waren die USA 2018 einseitig aus dem 2015 geschlossenen internationalen Atomabkommen ausgestiegen, das den Iran am Bau von Atomwaffen hindern sollte, und hatten Sanktionen gegen das Land wieder in Kraft gesetzt. Der Iran sah sich darauf nicht mehr an seine Auflagen gebunden und forcierte die Urananreicherung.





