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Wieder tödlicher Zwischenfall im Gazastreifen

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Die Waffenruhe in Gaza ist immer noch brüchig
©AFP, APA, EYAD BABA
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach einem Medienbericht mindestens neun Palästinenser getötet und weitere verletzt worden. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete am Sonntag von tödlichen Angriffen im Norden und Süden des Küstenstreifens. Laut israelischem Militär handelte es sich um Angriffe auf Ziele der islamistischen Terrororganisation Hamas. Die Armee habe damit auf einen Verstoß der Hamas gegen die geltende Waffenruhe reagiert.

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Wie die Armee mitteilte, seien im Norden des abgeriegelten Küstengebiets "mehrere bewaffnete Terroristen" auf der israelischen Seite der sogenannten gelben Linie identifiziert worden. Die Linie markiert die Rückzugsposition der israelischen Armee im Rahmen der Waffenruhe mit der Hamas.

Die Männer seien scheinbar aus einem unterirdischen Tunnel gekommen und hätten sich unter Trümmern in unmittelbarer Nähe zu Israels Truppen versteckt, hieß es. Zwei von ihnen seien getötet worden, wahrscheinlich auch noch weitere, hieß es. Die Angaben des Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Die israelischen Truppen durchsuchten das Gebiet, um die verbleibenden "Terroristen" aufzuspüren und zu "eliminieren", teilte die Armee weiter mit. Ihr Eindringen hinter die gelbe Linie stelle einen "eklatanten Verstoß gegen das Waffenruheabkommen dar." Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober vergangenen Jahres gibt es immer wieder tödliche Zwischenfälle in Gaza.

Nach unterschiedlichen Angaben kontrolliert Israel etwas mehr als die Hälfte des Gazastreifens, in dem rund zwei Millionen Palästinenser leben. Das Küstengebiet ist rund 41 Kilometer lang und zwischen 6 und 12 Kilometer breit - und damit etwas kleiner als Wien.

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