Bisher bekam jedes Mitglied im Familienabo von Microsoft 365 ein eigenes Terabyte Cloudspeicher. Künftig teilen sich bis zu sechs Personen gemeinsam zwei Terabyte. Ab wann die Umstellung bestehende Abos trifft und was Betroffene jetzt tun können.
Ein gemeinsamer Speicher statt sechs eigener
Microsoft baut den Cloudspeicher im Familienabo von Microsoft 365 um. Bisher stand jeder der bis zu sechs Personen in einem Family-Abo ein eigenes Terabyte OneDrive-Speicher zur Verfügung, zusammen also bis zu sechs Terabyte. Künftig umfassen die Abos Microsoft 365 Family und Premium zwei Terabyte freigegebenen Speicher, aus dem die Hauptabonnentin oder der Hauptabonnent und bis zu fünf weitere Mitglieder gemeinsam schöpfen.
Für neue und aktualisierte Abonnements gilt das neue Modell laut Microsoft seit 8. Oktober 2026. Wer schon ein Family-Abo hat, ist zunächst nicht betroffen: Die Umstellung wird nach Angaben des Konzerns in der Regel erst mit der ersten Verlängerung am oder nach dem 2. Mai 2027 wirksam. Bis dahin ändere sich nichts, vor der Verlängerung sollen Kundinnen und Kunden eine E-Mail erhalten.
Wer früher betroffen sein kann
Ein Detail kann den Zeitpunkt verschieben. Wer sein Abo vor dem 2. Mai 2027 hochstuft, etwa von Family auf Premium, wechselt laut Microsoft sofort auf den geteilten Speicher. Eine Herabstufung allein löst die Umstellung dagegen nicht aus, das Abo bleibt dann bis zur Verlängerung am oder nach diesem Stichtag beim bisherigen Modell.
An der Privatsphäre innerhalb der Familie ändert sich nichts. Jedes Mitglied kann laut Microsoft nur auf die eigenen Dateien zugreifen, solange es Inhalte nicht ausdrücklich mit anderen teilt. Der gemeinsame Topf betrifft also nur die Speichermenge, nicht die Sichtbarkeit von Fotos oder Dokumenten.
Was passiert, wenn der Speicher voll ist
Gerade Familien, die viele Handyfotos und Videos automatisch in die Cloud laden, dürften die Grenze von zwei Terabyte schneller erreichen als bisher. Microsoft kündigt Benachrichtigungen an, sobald sich der gemeinsame Speicher der Grenze nähert. Wer sie überschreitet, verliert laut dem Unternehmen nicht sofort den Zugriff auf seine Dateien und kann bis zu ein Jahr lang weiter auf sie zugreifen, während Platz geschaffen wird.
Als Auswege nennt Microsoft das Aufräumen des Speichers, den Kauf zusätzlicher Kapazität oder ein Upgrade. Zusätzlicher Speicher von bis zu zehn Terabyte lässt sich demnach zu einem Abo hinzubuchen. Bestehende Family- und Premium-Kundinnen und -Kunden in unterstützten Märkten, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, erhalten bei der Verlängerung möglicherweise kostenlosen Bonusspeicher. Wie viel das ist, welche Länder dazugehören und welche Bedingungen gelten, lässt Microsoft offen.
Was Familien jetzt tun können
Wer ein bestehendes Family-Abo nutzt, hat bis mindestens Mai 2027 Zeit. Sinnvoll ist ein Blick darauf, wie viel Speicher die einzelnen Mitglieder schon belegen. Liegt die Summe deutlich unter zwei Terabyte, ändert sich im Alltag kaum etwas. Wird es knapp, lohnt es sich, doppelte Fotos, alte Videos und große Sicherungen rechtzeitig auszusortieren oder auf eine externe Festplatte auszulagern.
Wer ein Upgrade überlegt, sollte bedenken, dass dieser Schritt die Umstellung auf den geteilten Speicher sofort auslöst. Details zur Umstellung veröffentlicht Microsoft auf seiner Supportseite zu den Speicheränderungen.
