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"mental health days"-Workshops in Schulen ziehen positive Bilanz

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74 Prozent der Schüler bewerteten Workshop als gut
©Keystone, APA, MICHAEL BUHOLZER
Wenige Wochen vor dem Schulstart zieht das Projekt "mental health days", das präventive Informationsarbeit in Bezug auf mentale Gesundheit in Schulen leistet, positive Bilanz. Das Projekt des Vereins zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien (VsUM) wurde im Vorjahr von 74 Prozent der teilnehmenden Schüler als positiv empfunden, wie VsUM-Projektleiter Golli Marboe in einer Pressekonferenz am Montag bekannt gab. Weniger positiv bewerten Lehrkräfte das Projekt.

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Die Wirksamkeit des Gesamtprojektes wurde von der Ludwig-Maximilians-Universität München extern evaluiert. Von den befragten Jugendlichen bewerteten 74 Prozent die "mental health days" als sehr, eher und teils gut. Bei den Eltern war die Zahl mit 76,4 Prozent, die die Workshops als positiv empfanden, ähnlich hoch.

Von den befragten Lehrkräften bewerteten lediglich 55,6 Prozent den Workshop als teils, eher oder sehr gut. Woran die vergleichsweise niedrige Zufriedenheit des Lehrpersonals liege, sei noch unklar, jedoch könnte es von den bereits überlasteten Lehrkräften als zusätzliche Belastung wahrgenommen werden, hieß es bei der Pressekonferenz.

Die 50-minütigen Workshops fanden österreichweit an über 300 Schulen statt und sollen über 250.000 Schülerinnen und Schüler erreicht haben. Die Ziele seien einerseits, "das Thema sichtbar zu machen, es zu normalisieren über Gefühle zu sprechen und auf die bestehenden Hilfsorganisationen in Österreich aufmerksam zu machen", so Marboe.

Auch Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) betonte die Wichtigkeit des Projekts: "Es soll an allen Schulen einen Austausch zu mentaler Gesundheit geben, egal in welcher Form." Fürs kommende Schuljahr habe man bereits 70 neue Schulpsychologinnen und -psychologen österreichweit eingestellt, das sei ein erster Schritt, so Wiederkehr.

Die Workshops seien keine Therapie-Einheiten, sondern würden Jugendlichen die Scham nehmen, um sich frühzeitig Hilfe zu suchen. Auch Martin Schenk, Direktor der Diakonie Österreich, betonte die Wichtigkeit eines niederschwelligen Angebots: "Der Schulpsychologe sollte nebenan sein, dass man nur klopfen muss."

Einen Einfluss auf die mentale Gesundheit habe auch die sozioökonomische Herkunft eines Jugendlichen, so Schenk. "Es ist nicht egal, wo man herkommt und wie man aufwächst." Die Jugendlichen, die aus den untersten 20 Prozent der einkommensschwächsten Familien kommen, haben ein sechsmal so hohes Risiko, an Depression zu erkranken, betonte Schenk. Daher würde es helfen, wenn die Lehrkräfte ihre soziale Herkunft reflektieren würden.

Wie Marboe betonte, wurden die Inhalte der Schul-Workshops fürs kommende Schuljahr ergänzt: Für Pädagoginnen und Pädagogen wird es ein neues Modul zur Auswirkung sozialer Unterschiede auf die psychische Gesundheit geben, das gemeinsam mit Martin Schenk erarbeitet wurde. Für die Erwachsenen-Workshops hingegen wurde ein gemeinsames Modul mit der Telefonseelsorge zum Thema "Krisenintervention" ins Leben gerufen. Auch wurden die Schulworkshops nach dem Erfolg in Österreich auf Südtirol und Liechtenstein ausgeweitet.

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