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Immer häufiger berichten enttäuschte Jungärztinnen und -ärzte von Wartelisten und reihenweise Absagen. In dieser Zeit gingen die hochqualifizierten Medizinerinnen und Mediziner fachfremden Tätigkeiten, beispielsweise im Handel oder in der Gastronomie, nach oder meldeten sich arbeitslos, hieß es: "Viele, die diese Tortur nicht auf sich nehmen wollen, wandern ins Ausland ab, um direkt mit der Facharztausbildung zu beginnen."
Die Abschaffung des Basisjahres sei für die ÖHs an den medizinischen Universitäten der logische Schritt zur Behebung des Problems, wurde betont. So könnten Jungärztinnen und -ärzte direkt in die Facharztausbildung starten und der Öffentlichkeit versorgungswirksam dienen.
"Die Alternativmodelle der österreichischen Ärztekammer - also die Freiwilligkeit der Basisausbildung oder die Schaffung ausreichender Planstellen für diese - sind jedoch für uns auch ein kurzfristiger Mittelweg, der das aktuelle Problem entschärfen könnte. Wir fordern die Regierung und die Landesgesundheitsreferent:innenkonferenz dazu auf, endlich zu handeln", hieß es in der gemeinsamen Presseaussendung der ÖHs an den Medizinischen Universitäten Innsbruck, Wien, Graz, der Studienvertretung Humanmedizin Linz sowie der ÖH an der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems.
Sorge um die langen Wartezeiten hatten Ende März bereits die Gesundheitslandesräte der ÖVP geäußert und Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) zum Aktivwerden gedrängt. Die Grünen ließen das damals nicht gelten. Die Verantwortung liege nicht nur beim Bund, sondern ganz klar auch bei den Ländern und den Spitalsträgern. Sie müssten ausreichend Ausbildungsplätze nicht nur am Papier schaffen, sondern sicherstellen, dass diese auch tatsächlich vorhanden und finanziert seien, forderten sie.






