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Konkret gehe es vor allem um die Mehrkosten, die dem Land Oberösterreich als Träger des KUK aufgrund der universitären Forschung und Lehre anfallen. Die bisherige Regelung für die Gründungsphase seit 2014 sei ausreichend gewesen, diese laufe 2028 jedoch aus, hieß es in einer Pressekonferenz in Linz. Für eine längerfristige Planungssicherheit und den weiteren, notwendigen Ausbau von Lehre und Forschung bedürfe es einer angepassten Erneuerung.
Der Entwicklungsplan sehe unter anderem zehn zusätzliche klinische Lehrstühle, zwei zusätzliche Professuren mit klinischem Schwerpunkt und acht für den Forschungsschwerpunkt "Personalisierte Technische Medizin" vor. Dazu kämen zusätzliche Ressourcen für das "Linzer Karrieremodell" für wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte sowie eben die Erhöhung der Mittel der Johannes Kepler Universität (JKU) für den Ersatz der laufenden Mehrkosten für klinische Lehre und Forschung (KMA).
Sollte es bis nächstes Jahr zu keiner Einigung mit dem Bund kommen, würde das die Planungssicherheit für den weiteren notwendigen Ausbau gefährden und könnte bei Lehre und Forschung zu Stillstand führen, befürchtet KUK-Geschäftsführer Meinhard Lukas. "Dies wäre in diesem Bereich sehr schlecht. Wir wollen aber das bis jetzt so erfolgreiche Projekt der neuen Medizinischen Fakultät in Linz fortsetzen", so Lukas. In diesem Fall müsse man wie auf universitärer Ebene üblich Drei-Jahres-Budgets regelmäßig verhandeln. Für den weiteren Aufbau benötige man jedoch eine rechtsverbindliche Planungssicherheit bis 2039. Diese könnte mit einer neuen 15a-Vereinbarung oder einer Verordnung hergestellt werden, sagte Lukas.
Bei den Bundesmitteln für die Mehrkosten in der klinischen Lehre und Forschung liege man im Vergleich zu den anderen österreichischen medizinischen Universitäten deutlich darunter, legte Lukas dar. "Die Vorschläge für eine Lösung gibt es, die Gespräche vor allem mit dem Wissenschaftsministerium sind sehr konstruktiv. Idealerweise wäre eine neue Regelung im nächsten Halbjahr wünschenswert."
Die Medizinische Fakultät sei das Rückgrat der am KUK bereits "bestens etablierten" Universitätsmedizin. Sie habe Diagnosen und Therapien möglich gemacht, die es davor am Standort noch nicht gab, so Lukas über die Bedeutung für das Land. Vor zwölf Jahren etabliert, bildet sie mittlerweile 1.300 Studierende aus und hat mehr als 300 Absolventen pro Jahr. 1.700 Interessenten haben sich für die 300 neu zu vergebenden Studienplätze dieses Jahr angemeldet.
