ABO

Ig-Nobelpreis - USA zu unsicher: Preisverleihungsgala in Europa

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
"Master of Ceremonies" Marc Abrahams bei einer Preisübergabe
©APA/APA/AFP/JOHN MOTTERN
Weil die USA zu unsicher geworden sind, wird die Gala zur Verleihung der in Wissenschaftskreisen sehr beliebten "Anti-Nobelpreise" nach Europa verlegt. Eine Reise in die USA sei "für unsere Gäste gefährlich geworden", erklärte am Dienstag Marc Abrahams, Gründer des Ig-Nobelpreises für kuriose Forschungen. Deshalb werde nach Jahrzehnten in den USA die nächste Preisverleihung Anfang September in Zürich in der Schweiz stattfinden.

von

"Wir können es mit unserem Gewissen nicht vereinbaren, die Preisträger oder die internationalen Journalisten, die über die Veranstaltung berichten, zu bitten, dieses Jahr in die Vereinigten Staaten zu reisen", erklärte Abrahams. Die Ig-Preise werden vom humoristisch-satirischen Wissenschaftsmagazin "Annals of Improbable Research" verliehen. Mit ihm sollen Forschungen ins Rampenlicht gehoben werden, die "erst zum Lachen und dann zum Nachdenken" anregen. Im vergangenen Jahr wurde der Anti-Nobelpreis unter anderem für Untersuchungen zu Kühen mit Zebrastreifen, Eidechsen mit Pizza-Leidenschaft und Muttermilch mit Knoblauch-Note verliehen.

Trotz des hochseriösen Selbstbildes der Wissenschaft gibt es kaum einen Forscher, der den lustig gemeinten Preis ausschlägt. Seit 1991 fand die mit viel Humor verbundene Gala zur Ehren der Preisträger in der US-Ostküstenstadt Boston statt - nun zieht sie nach Zürich.

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER