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Hinter dem Namen "Virtual Vehicle" verbirgt sich das Forschungs- und Entwicklungszentrum für virtuelle Fahrzeugtechnologie, dessen Grundstein vor mehr als 20 Jahren in Graz gelegt wurde. Im Mittelpunkt des nun von der FFG genehmigten Zentrums steht eine der zentralen technologischen Herausforderungen der nächsten Jahre: Mobilitätssysteme werden zunehmend durch Software, Daten, KI und laufende Updates geprägt. Fahrzeuge, Züge, Schiffe und andere komplexe technische Systeme entwickeln sich zu vernetzten, lernfähigen und kontinuierlich aktualisierten Plattformen, wie am Mittwoch dargelegt wurde.
"Das softwaredefinierte Jahrzehnt hat begonnen. Europa muss seine Stärken in Engineering und industrieller Exzellenz mit Software, Daten und KI verbinden, um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben", betonte Jost Bernasch, CEO von Virtual Vehicle. Mit dem COMET SDM schaffe man gemeinsam mit führenden Partnern aus Industrie und Wissenschaft ein Zentrum dafür.
Im Mittelpunkt der Forschung stehe die "Virtual Assurance". Das bedeute, dass Simulationen, digitale Zwillinge, KI-Komponenten und Software-Updates nicht nur eingesetzt, sondern nachvollziehbar überprüft und vertrauenswürdig gemacht werden - und das über den gesamten Lebenszyklus, wie betont wurde. Bei autonomen, vernetzten und softwareintensiven Systemen reiche die einmalige Testung nicht mehr aus, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit müssten auch nach Software-Updates, bei neuen Betriebsbedingungen und im Zusammenspiel mit Infrastruktur, Cloud und anderen Systemen bewertet werden können. Mit dem neuen Zentrum wolle man die Grundlage für diese neue Generation sicherer und vertrauenswürdiger KI-gestützter Systeme in der Mobilität schaffen, wie Daniel Watzenig, CTO von Virtual Vehicle, erklärte.
Unter den drei zentralen Themenfeldern wurde als erstes die Entwicklung vertrauenswürdiger Simulationen, digitaler Zwillinge und virtueller Testmethoden genannt (Trustworthy Simulation). Sichere und überprüfbare KI für Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und autonome Systeme sowie die adaptive Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Cloud seien weitere Schwerpunkte. In einem Living Innovation Lab sollen die Ergebnisse in Demonstratoren, Prototypen und marktfähige Lösungen überführt werden.
Insgesamt wird das Zentrum von 44 Partnern aus Industrie und Wissenschaft begleitet. Die TU Graz und Joanneum Research gehören beispielsweise zu den zentralen Partnern des Zentrums. Vonseiten der Wirtschaft und Industrie zählen u. a. AVL, Infineon Technologies Austria, Siemens Mobility oder voestalpine Railway Systems dazu.
ZU APA-TEXT II - THEMENBILD - Illustration zu den Themen Sparpaket, Euro, Steuern und Geld aufgenommen am Montag, 6. Februar 2012. Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP verhandeln über ein umfassendes Sparpaket. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER






