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Das Weltraumteleskop Euclid nahm das Bild bereits am 23. März 2025 in rund 26 Stunden auf. Es handelt sich um ein Mosaik aus neun einzelnen Aufnahmen, das mehr als 60 Millionen Sterne zeigt. Das Bild sei so detailreich, dass einzelne Sterne in der dicht besiedelten Region unterschieden werden könnten.
Diese Schärfe ist entscheidend für die Erforschung von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannten Exoplaneten. Forscher wollen die Daten für den "Mikrolinsen-Effekt" nutzen. Dieses Verfahren nutzt die zufällige Ausrichtung von zwei Sternen aus der Perspektive eines Beobachters. Der vordere Stern wirkt dabei wie eine kosmische Lupe und verstärkt durch seine Schwerkraft das Licht des hinteren Sterns. Ein Planet, der um den vorderen Stern kreist, verursacht eine zusätzliche, winzige Veränderung des Lichts, die seine Anwesenheit verrät.
Da die Beobachtung eines einzelnen Mikrolinsen-Ereignisses mehr als 20 Tage dauert, konnten mit der 26-stündigen Beobachtung von Euclid keine neuen Planeten entdeckt werden. Der Wert der Aufnahme liegt stattdessen darin, dass sie als zeitlicher Referenzpunkt für zukünftige Beobachtungen dient. Wenn künftige Teleskope ein Mikrolinsen-Ereignis beobachten, können Wissenschafter auf die Euclid-Daten zurückgreifen, um den Zustand der Sterne vor dem Ereignis zu sehen.
Die Mikrolinsen-Technik eignet sich besonders gut zur Entdeckung von kalten Exoplaneten. Man erwarte, dass jeder Stern in der Milchstrasse mindestens einen solchen Planeten beherberge. In den Euclid-Daten sind die Wirtssterne von zwei bekannten kalten Exoplaneten zu sehen. Mit den neuen Daten hoffen die Wissenschafter, die Masse des Eisplaneten OGLE-2005-BLG-390Lb und des Planeten OGLE-2013-BLG-341Lb, der um ein Doppelsternsystem kreist, präzise bestimmen zu können.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT






