von
"Im Rahmen des Forschungsrahmenprogrammes ist uns bereits ein erster Anker gelungen", betonte die Ministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Es sei "im sogenannten Pillar 2, in der Säule 2, bereits verankert", dass sich das nächste Programm damit beschäftigen solle: "Das ist sehr wichtig, ein guter erster Schritt. In diese Richtung wollen wir weiterarbeiten, denn wir sind als Österreich davon überzeugt, dass der Friedensnobelpreis, den die Europäische Union erhalten hat, ein klarer Handlungsauftrag für die Zukunft ist."
Die Ministerin hatte bereits bei früheren Treffen mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen gefordert, dass im kommenden EU-Forschungsprogramm "Horizon Europe" ein Schwerpunkt auf Friedensforschung, Demokratieforschung und Konfliktforschung gelegt werden müsste. Das nächste EU-Mehrjahresbudget 2028-2034 wird gerade verhandelt. Laut dem Vorschlag der EU-Kommission ist wieder ein eigenständiges Forschungsrahmenprogramm geplant. Im Vorfeld war befürchtet worden, dass es kein eigenes mehr geben wird und die Forschungsförderung im Rahmen des neuen Wettbewerbfonds erfolgt.
"Ein Europa, ein Markt" soll die Antwort der drei EU-Institutionen auf die Berichte zur EU-Wettbewerbsfähigkeit des ehemaligen italienischen Regierungschefs Enrico Letta und Ex-EZB-Chef Mario Draghi sein. Der Plan erkennt die in den Berichten aufgezeigte Notwendigkeit dringender Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit an und will den Weg dahin aufzeigen. Er ist das Ergebnis eines EU-Sondergipfels im belgischen Alden Biesen im Frühling und gehört zu den Hauptprioritäten der irischen Ratspräsidentschaft.
Ein besonderer Schwerpunkt des heutigen Treffens soll laut deren Angaben darauf liegen, "wie wir die Schaffung eines einheitlichen, grenzenlosen Marktes für Forschung und Innovation beschleunigen und die forschungsorientierte Innovationsförderung verbessern können, um die Innovationsleistung Europas zu steigern". "Wir haben ein volles Programm: Wir werden uns mit "Ein Europa, ein Markt" befassen und damit, wie sich dieses europäische Ziel auf die Mobilität von Forschern, Ideen und geistigem Eigentum sowie auf den Austausch unserer Gedanken auswirkt", erklärte der zuständige irische Minister James Lawless.
"Wir möchten uns außerdem damit befassen, wie wir die Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in Forschung und Innovation fördern und wie wir den geschaffenen Mehrwert nutzen können, um zum Wirtschaftswachstum und zur gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit beizutragen", so der Minister für Weiterbildung, Hochschulbildung, Forschung, Innovation und Wissenschaft und derzeitiger Vertreter des Ratvorsitzes. Das Treffen startete bereits Montagabend mit "einer sehr produktiven Sitzung, bei der wir uns mit Altem und Neuem befasst haben - von der antiken Geschichte bis hin zur modernen Quanteninformatik".
Frauen- und Wissenschaftsministerin Holzleitner (SPÖ) am Freitag, 22. Mai 2026, im Rahmen eines Hintergrundgesprächs zum Thema "Doppelbudget" in Wien.
