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Obwohl noch kein konkreter Zeitplan für die Wiedereröffnung des historischen Priesterseminars festgelegt wurde, betonte Metropolit Emmanuel, dass nach Jahrzehnten der Untätigkeit "der Stein endlich ins Rollen kommt". Er fügte hinzu, dass beide Seiten die Renovierung des Seminarkomplexes abschließen und eine Einigung über den rechtlichen und akademischen Rahmen erzielen müssten, unter dem die Theologische Schule betrieben werden soll. Metropolit Emmanuel gilt als inoffizielle "Nummer Zwei" nach Bartholomaios.
Patriarch Bartholomaios I. war vergangene Woche in Ankara von Präsident Erdogan zu einem Gespräch empfangen worden, an dem auch Metropolit Emmanuel sowie Bischof Kassianos von Arabissos, Abt des Klosters zur Heiligen Dreifaltigkeit auf Chalki, teilnahmen.
Die Theologische Hochschule auf der im Marmara-Meer vor Istanbul liegenden Prinzeninsel Chalki war bis zu ihrer Schließung die wichtigste Ausbildungsstätte für den Klerus des Patriarchats von Konstantinopel. Die Hochschule hat eine lange Geschichte und war eines der führenden theologischen Seminare weltweit. Viele prominente Theologen und Kirchenführer, darunter auch Patriarch Bartholomaios selbst, haben dort studiert.
Die Schließung von Chalki im Jahr 1971 erfolgte durch ein türkisches Gesetz, das den Betrieb privater Universitäten untersagte. Diese Entscheidung führte zu einer schwerwiegenden Einschränkung der Ausbildungsmöglichkeiten für den orthodoxen Klerus und wird seitdem als Hindernis für die religiöse Freiheit der orthodoxen Gemeinschaft angesehen.
Vor zwei Jahren unternahm die türkische Regierung bereits Gespräche über die baldige Wiedereröffnung der seit über 50 Jahren geschlossenen theologischen Hochschule. Präsident Erdogan sagte gegenüber einer türkischen Zeitung damals, dass seine Regierung an der Wiedereröffnung arbeite und gleichzeitig von Griechenland fordere, die Probleme, die die türkische Minderheit im griechischen Bildungsproblem habe, zu beheben.
In regelmäßigen Abständen wird Chalki vom Ökumenischen Patriarchen auch medial thematisiert. So betonte Bartholomaios etwa in seiner heurigen Neujahrsansprache die Dringlichkeit der Wiedereröffnung und bezeichnete die Schließung der Bildungseinrichtung als ein "großes Unrecht". Trotz der jahrelangen Bemühungen von internationalen Akteuren wie den USA, der EU und Russland, die sich ebenfalls für die Wiedereröffnung einsetzen, blieb die Umsetzung bisher erfolglos.
Die orthodoxe Theologische Hochschule von Chalki liegt auf einer dicht bewaldeten Anhöhe der zweitgrößten Prinzeninsel im Marmarameer bei Istanbul. Die Anhöhe trägt den Namen "Hügel der Hoffnung". Das Priesterseminar war bis zur Schließung durch den türkischen Staat 1971 die wichtigste theologische Einrichtung des Patriarchats von Konstantinopel und eine der führenden orthodoxen theologischen akademischen Stätten weltweit. Viele Theologen, Bischöfe und Patriarchen absolvierten dort ihr Studium, darunter auch der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I.
Turkey's President Recep Tayyip Erdogan delivers a speech at Dolmabahce Palace Presidental, in Istanbul, on April 24,2026, during an event to announce the return of the Turkish Grand Prix the Formula One calendar after a six year hiatus in 2027. (Photo by Ozan KOSE / AFP)






