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Deutsch ist das Fach mit den meisten Antritten, für die AHS hat das Bildungsministerium diesmal 19.900 und für die BHS 21.500 Aufgabenhefte bestellt. Die Aufgaben sind einheitlich, in allen anderen Fächern gibt es je nach Schultyp oder bei Fremdsprachen nach Anzahl der unterrichteten Jahre Unterschiede. Für fast alle Maturanten ist der schriftliche Antritt in Deutsch Pflicht. Nur an den Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) kann man sich diesen ersparen, wenn man dafür mündlich in dem Fach maturiert.
Wie jedes Jahr musste eines von drei Aufgabenpaketen ausgewählt werden, die jeweils zwei voneinander unabhängige Aufgabenstellungen enthalten. Die Maturanten mussten innerhalb von fünf Stunden zwei (bei der Benotung gleich gewichtete) Texte verfassen. Wörterbücher durften verwendet werden, nicht aber Lexika. Eines der drei Pakete muss immer eine literarische Aufgabe enthalten.
Im Themenpaket Literatur waren dabei zuerst die beiden Gedichte "Das letzte Tau" und "Epilog" von Hans Sahl zu interpretieren, zweite Aufgabe war ein Kommentar zu einem Interview mit dem Völkerrechtler Manfred Nowak über das Verhältnis von Kunst und Menschenrechten.
Beim zweiten Themenpaket mit dem Titel "Wissenschaft für alle" hatten die Jugendlichen einen Text über Wissenschaftsvermittlung durch Humor zu analysieren, außerdem musste ein Leserbrief zu gelungener Forschungskommunikation verfasst werden.
Erster Auftrag von Paket drei war eine Erörterung zum Sprachensterben, zweite Aufgabe ein Leserbrief zum durchaus polarisierenden Thema Sensitivity Reading zur sprachlichen "Modernisierung" etwa von Kinderbüchern - für die einen nicht mehr als eine spezielle Form des Lektorats für nicht mehr zeitgemäße Ausdrücke, für andere Zensur und "literarische Auslöschung".
Als zweites Fach ist gleich am Mittwoch (6. Mai) Latein dran, es folgen als nächstes Fach mit vielen Prüflingen Englisch (7. Mai), Französisch (8. Mai), Mathematik (11. Mai), Spanisch bzw. die Minderheitensprachen Slowenisch, Kroatisch und Ungarisch (12. Mai), Italienisch (13. Mai) sowie Griechisch (15. Mai). Wie schon in den vergangenen Jahren wird die Zeugnisnote der letzten Klasse in die Maturanote einberechnet. Schüler mit einem Befriedigend oder einer besseren Note im Jahreszeugnis sind damit weitgehend vor einem Durchfallen geschützt.
Dazu kommen für die Maturantinnen und Maturanten noch jene Klausuren, die nicht zentral abgefragt werden - etwa Biologie, Physik oder Darstellende Geometrie bzw. die fachtheoretischen Fächer an BHS. Sie werden in der Regel knapp vor den ersten Zentralmatura-Tag gelegt oder auf Tage, an denen an der konkreten Schule keine Zentralmatura ansteht (z.B. der Minderheitensprachen-Tag).






