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Diese Moleküle sind Teil der angeborenen antiviralen Abwehr des Körpers. Für die Studie beobachteten die Forschenden die Immunsysteme von 51 gesunden Personen, die zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs gegen Covid-19 erhielten, hieß es am Donnerstag.
Die in der Fachzeitschrift "Science Translational Medicine" veröffentlichten Resultate zeigen: Menschen, deren Immunsystem bereits vor der Impfung besonders stark auf Interferone reagierte, hatten nach der Impfung häufiger und stärkere vorübergehende Beschwerden. Interferone sind Botenstoffe des Immunsystems. Sie werden unter anderem bei Virusinfektionen gebildet und helfen dem Körper, seine Abwehr zu aktivieren.
Weshalb die Interferon-Reaktion bei manchen Menschen stärker ist als bei anderen, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise spielen genetische Faktoren, das Mikrobiom oder frühere Entzündungen eine Rolle.
Die Stärke der Nebenwirkungen sei dabei kein Indikator für die Wirksamkeit eines Impfstoffs, wie Studienleiter Arnaud Didierlaurent betonte. "Eine schwache Reaktion oder gar das Ausbleiben von Symptomen nach der Impfung bedeutet keinesfalls, dass der Impfstoff unwirksam ist", so Didierlaurent.
Die Ergebnisse könnten laut der Universität Genf langfristig helfen, Impfstoffe zu entwickeln, die bei gleicher Wirksamkeit besser verträglich sind. Die Forschenden wollen nun untersuchen, ob die beobachteten Mechanismen auch bei anderen Impfstoffen eine Rolle spielen.
(S E R V I C E - Fachartikelnummer DOI: 10.1126/scitranslmed.aee4776)
++ ARCHIVBILD ++ ARCHIV - 11.05.2019, NA, Bielefeld: Eine Spritze wird vor einen Schriftzug "Impfung" gehalten. Gesundheitspolitiker und Krankenkassen konstatieren in Mecklenburg-Vorpommern eine wachsende Impfmüdigkeit - auch bei Senioren. (zu dpa: «Zahl der Grippe-Fälle steigt: Impftage in Hamburg») Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. (ARCHIVBILD VOM 11.5.2019)
