Im Lauf der frühen Menschheitsgeschichte lebten in Südafrika mehrere unterschiedliche Homininenformen: Paranthropus robustus gehörte zu einer Seitenlinie, die später ausgestorben ist, während der Australopithecus zumindest eng mit Hominiden, aus denen sich später der moderne Mensch entwickelte, verwandt gewesen sein dürfte. Im Rahmen eines vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig geleiteten Forschungsprojekts wurden an der Technischen Universität (TU) Wien fossile Knochenfunde mit hochauflösender Computertomographie (CT) untersucht, um die innere Struktur der Knochen sichtbar zu machen. Dort befinden sich feine Knochenbälkchen, ähnlich wie eine dreidimensionale Fachwerkstruktur - je nachdem, wie der Knochen im Laufe eines Lebens beansprucht wird, verändert sich diese Struktur.
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Mithilfe eines am Computer erstellten Referenzmodells konnten im Fachjournal "PNAS" die Unterschiede zwischen den Arten gezeigt werden. Demnach gingen beide auf zwei Beinen, aber Paranthropus dürfte viel Zeit mit Klettern verbracht haben, während Australopithecus eher auf dem Boden blieb. Nachdem Paranthropus deutlich jünger ist, deute das darauf hin, dass die Entwicklung der Zweibeinigkeit zeitlich nicht linear verlief, heißt es in der Studie.
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