Die eingesetzte Technik soll die durch die Rückenmarksverletzung unterbrochenen Nervenverbindungen teilweise umgehen, indem Muskelgruppen gezielt stimuliert werden.
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Ein querschnittsgelähmter italienischer Sportler soll mithilfe elektrischer Impulse wieder Ski fahren können. Das Projekt mit dem Titel "Beyond Human Potential" wird in den kommenden Monaten auf den Pisten von Folgaria im Trentino erstmals erprobt.
Ziel des medizinisch-sportlichen Experiments ist es, dem Sportler Michel Roccati, der nach einem schweren Unfall an den unteren Extremitäten gelähmt ist, das Skifahren in aufrechter Position ohne Exoskelett zu ermöglichen.
Muskulatur durch elektrische Impulse aktivieren
Gezielte elektrische Impulse sollen die Muskulatur aktivieren. Zum Einsatz kommt eine neue Technologie des auf Wintersport spezialisierten Unternehmens Nordica. Das Projekt wurde auf der Fachmesse Prowinter 2026 in Bozen vorgestellt und wird von zahlreichen Partnern getragen.
Begleitet wird Roccati von Tommaso Balasso, der auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im paralympischen Sport zurückblickt – unter anderem als Guide des mehrfachen Medaillengewinners Gianmaria Dal Maistro – und sich heute für Inklusion durch Sport engagiert.


Autonom zurück auf die Piste
Geplant ist, Roccati mithilfe einer speziellen technischen Unterstützung von Nordica sowie moderner Neurotechnologie autonom auf die Skipisten zurückzubringen. Die eingesetzte Technik soll die durch die Rückenmarksverletzung unterbrochenen Nervenverbindungen teilweise umgehen, indem Muskelgruppen gezielt stimuliert werden.
Das Projekt vereint aktuelle Forschung aus den Bereichen Neurotechnologie, Biomechanik und Bewegungsanalyse. Zum Einsatz kommen implantierte spinale Elektroden sowie ein System aus Algorithmen, Sensoren und neuromodulierter Stimulation.






