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Dies zeige sich auch am "perfekten Match" zwischen der im Jänner von der Regierung vorgelegten Industriestrategie bis 2035 und den vom AIT bearbeiteten Themen, so Schwab, dessen Funktionsperiode erst kürzlich verlängert wurde. Die weiter steigende Nachfrage nach technologischen Lösungen in diesen Bereichen habe maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen.
Auch wenn aktuell wenig Spielraum sei, sollte der im österreichischen Regierungsprogramm verankerte Weg, die Forschungsquote bis 2030 auf über 4 Prozent des BIP zu erhöhen, nicht verlassen werden, erklärte Brigitte Bach, Sprecherin der Geschäftsführung des AIT, das zu 50,4 Prozent dem Bund und zu 49,6 Prozent verschiedenen in einem Verein organisierten Industrieunternehmen gehört. Zu den führenden Ländern aufzuschließen, würde zur technologischen Souveränität beitragen und die internationale Positionierung verbessern.
"Gerade in schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger, dass unsere Themen am Markt ankommen", betonte der wirtschaftliche Geschäftsführer des AIT, Alexander Svejkovsky. Das zeige sich an der gestiegenen Betriebsleistung, aber auch am Auftragseingang, der 2025 von 89,5 Mio. auf 105,8 Mio. Euro gestiegen sei. Dies erlaube auch höhere Investitionen in die Infrastruktur: Neben einem Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz (KI) werde aktuell ein Wasserstofflabor am Campus Seibersdorf errichtet, im Vorjahr habe man ein Wärmepumpenlabor eröffnet, so Svejkovsky.
Die Erlöse durch Auftrags- und kofinanzierte Forschung kletterten auf 141,1 Mio. Euro, was einem Zuwachs von acht Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die Zuwendungen des Bundes an das Forschungsinstitut legten den Angaben zufolge um 3,7 Prozent auf 60,9 Mio. Euro zu. Das Jahresergebnis sank gegenüber dem Jahr davor aber deutlich von 5,42 Mio. auf 3,39 Mio. Euro. Für 2026 gab sich Svejkovsky "positiv gestimmt".
"Europa braucht nicht nur wissenschaftliche Exzellenz, sondern auch Umsetzungskraft", erklärte der wissenschaftliche Direktor Andreas Kugi angesichts der "vielen aktuellen Herausforderungen". Dabei gehe es immer stärker um das Zusammenwirken von verschiedenen Technologien, weshalb sich das AIT als "Systemhaus" verstehe. Ein Schwerpunkt liege auf KI, die "komplett verändern wird, wie wir arbeiten und forschen. Davon bin ich restlos überzeugt". Man bringe sein Wissen auch in die "AI Factory Austria" (AI:AT) ein, die das heimische KI-Ökosystem stärken soll. Daneben würden Themen wie sichere Infrastruktursysteme in den Bereichen Energie, Mobilität und Gesundheit oder Quantenkommunikation im Fokus stehen.
Die Achse zwischen Hochschulen, anderen Forschungseinrichtungen und dem AIT, das im Vorjahr 1.678 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 57 Ländern zählte, sei "so gut wie schon lange nicht. Die Institutionen rücken zusammen". Kugi strich zudem die wissenschaftlichen Leistungen des AIT hervor und verwies auf 685 überprüfte Publikationen in Fachblättern - davon mehr als 80 Prozent in hochrangigen Fachjournalen.
(S E R V I C E - https://www.ait.ac.at/ )
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/AIT Austrian Institute of Technology




