Immobiliengeschäfte der Wiener Wirtschaftskammer mit René Benkos Immokonzern sollen der Kammer geschadet haben. Die Kammer sieht sich jedoch durch Gutachten entlastet.
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Der Kontrollausschuss der Wirtschaftskammer Österreich hat laut dem NEOS-Ableger UNOS eine Prüfung der Immobiliengeschäfte mit der Signa-Gruppe abgelehnt. Konkret hatte die Wiener Wirtschaftskammer vor rund sieben Jahren zwei Gebäude an die Signa verkauft, die daraufhin gewinnbringend weiterveräußert wurden.
Im Gegenzug erwarb die Kammer ihre neue Zentrale am Praterstern. Sozialdemokraten, Freiheitliche, Grüne und NEOS in der Kammer orten einen wirtschaftlichen Schaden.
„Fatales Signal“
Vertreter der liberalen UNOS, der Grünen Wirtschaft, der Freiheitlichen Wirtschaft und des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes hätten nach Bekanntwerden „neuer Details zu den Vorgängen rund um die Immobiliendeals der WKW“ einen Antrag zur Prüfung dieser beim Kontrollausschuss gestellt, teilten die UNOS am Dienstag mit. „Dass eine Überprüfung nun verhindert wird, ist ein fatales Signal“, kritisierte UNOS-Vertreterin Katharina Ehrenfellner in der Aussendung.
Hohe Wertsteigerung
Die Details zu den Immobiliengeschäften der Wiener Kammer: Die WKW wollte eine neue Zentrale, die Signa-Gruppe hingegen mit dem Palais Festetics in der Wiener Berggasse 16 und dem Gewerbehaus am Rudolf-Sallinger-Platz 1 zwei Immobilien der Wiener Wirtschaftskammer.
Der Kaufpreis des WKW-Hauses wurde mit 121,74 Mio. Euro festgelegt. Den Wert des Palais bezifferte die Immobilienfirma ÖRAG mit 18,159 Mio. Euro, für das Gewerbehaus ergab sich laut ÖRAG ein Wert von 17,504 Mio. Euro. Kurz nach der Übernahme verkaufte die Signa-Gruppe des Tiroler Investors René Benko die beiden Immobilien an die Hallmann-Gruppe – um kolportierte 50 Mio. Euro, wie Profil weiters berichtete..
UNOS: Warum wurde auf Wertsicherung verzichtet?
Die UNOS fragen sich nun unter anderem, warum auf eine Wertsicherung verzichtet wurde und wie es zu den Wertsteigerungen gekommen war. Bei den Freiheitlichen steht wiederum die Frage im Raum, ob die WKW-Zentrale vielleicht zu teuer erworben wurde. Einem Rechtsgutachten zufolge liefen die Immobiliengeschäfte jedoch ordnungsgemäß ab, sieht sich die Wirtschaftskammer entlastet






