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Eine Journalistin fragte bei einer Pressekonferenz, wie sich sein Bild von dem Präsidenten entwickelt habe, nachdem der Film kurz vor der US-Wahl im Jahr 2024 in die Kinos gekommen war. Die Frage sorgte für Gelächter im Saal. "Das ist nicht zum Lachen", sagte Stan mit ernster Stimme. "The Apprentice" von Ali Abbasi handelt vom Aufstieg Trumps in den 70er-Jahren und stellt den Politiker in kein gutes Licht.
Wenn man sich die aktuelle Lage in den USA ansehe - etwa die Konzentration der Medien, Zensur und Drohungen - seien die Zeichen da gewesen, führte der 43-Jährige aus. "All das haben wir mit dem Film erlebt, bis zu dem Punkt, an dem wir drei Tage vor dem Festival unsicher waren, ob der Film überhaupt auf dem Festival laufen würde."
"The Apprentice" wurde 2024 im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes gezeigt. Das Team des damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump hatte mit rechtlichen Schritten gegen den Film gedroht. "Vielleicht schenken die Leute diesem Film mehr Aufmerksamkeit", sagte der "Marvel"-Star. Er glaube, dass er sich mit der Zeit bewähren werde.
Er fuhr fort: Sie hätten mit "The Apprentice" all das bereits erlebt, bevor es auch die Moderatoren Stephen Colbert und Jimmy Kimmel traf. Colbert moderiert am Donnerstag seine "Late Show" zum letzten Mal, nachdem CBS überraschend angekündigt hatte, aus "rein finanziellen Gründen" die Sendung abzusetzen. Branchenkenner vermuten, dass der Sender aus Rücksicht auf Trump gehandelt habe, der in der Sendung immer wieder scharf kritisiert wurde.
In Cannes präsentierte Stan das Drama "Fjord". Der vielschichtige Film des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu mit Norwegerin Renate Reinsve ("Sentimental Value") geht ins Rennen um die Goldene Palme. Reinsve und Stan spielen ein rumänisch-norwegisches Ehepaar, das mit seinen Kindern nach Norwegen zieht und verdächtigt wird, seine Tochter geschlagen zu haben.






