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Campino (63) verrät darin, dass sie in ihrer Frühphase zwar sämtliche Plattenfirmen angeschrieben hätten, aber von allen abgelehnt wurden: "Die ersten zehn Jahre waren wir pleite." Bandmitglieder bestätigen, dass ihr größter Hit "Tage wie diese" schon aussortiert war und nur durch Campinos damalige Freundin Birgit Minichmayr zurück aufs Album fand - auch das nur durch einen Zufall, denn eigentlich hätte sie diesen Song gar nicht mehr anhören sollen.
Nebenbei verrät Campino, was er vor ein paar Monaten noch nicht bestätigen wollte: "Tatsächlich bin ich überraschenderweise noch mal Vater geworden. Ich hatte mir meinen Weg zur Rente schon anders vorgestellt, aber das fällt ja jetzt aus."
Den Mienen der Musiker sieht man an, dass der Band bei dem Gedanken an den nahen Abschied mulmig ist: "Dass dies das letzte Album ist, ist für mich immer noch schwer vorstellbar", sagt Gitarrist Kuddel und bekennt, dass er sich vor der "großen Leere" fürchte.
Der Weg zum letzten Album ist nervenaufreibend. Schlagzeuger Vom beschwert sich, dass immer noch neue Musik produziert werden muss, obwohl schon mehr als genug aufgenommen ist. Songs werden geschrieben und wieder verworfen, stets auf der Suche nach dem Besten. Am Ende kommt in Düsseldorf eine erlauchte Runde aus Freunden und Vertrauten zusammen, um die Songs in der engeren Auswahl zu bewerten. Auf Basis ihres Votums wird nachgearbeitet.
Der Zeitplan ist überreizt, die Stimmung angespannt, der Druck spürbar. "Vielleicht brennt es in mir am meisten, diese Frage, wie man was mit Würde zu Ende bringt", sagt Campino. Gitarrist Kuddel ist nicht glücklich, dass es das letzte reguläre Studioalbum ist: "Ich hätte mich nicht so entschieden.






